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Die Macht der Bilder. Ein Biopic im NS-Staat am Beispiel von Jud Süß


Die Macht der Bilder. Ein Biopic im NS-Staat am Beispiel von Jud Süß


1. Auflage

von: Ava Green Terence

12,99 €

Verlag: Grin Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 27.09.2021
ISBN/EAN: 9783346499493
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 23

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: Sehr gut, Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich kritisch mit der Beantwortung folgender zentraler Fragestellung: Wie viel Joseph Süß Oppenheimer steckt in Veit Harlans „Jud Süß“? Der Film „Jud Süß“ feierte am 24. September 1940 im Ufa-Palast in Berlin seine deutsche Premiere und sollte in den darauffolgenden Jahren ein Publikum von bis zu 40 Millionen Zuschauer erreichen. Dieser Film, der in der Hochzeit der NS-Diktatur in Deutschland entstanden war, blieb als einer der schlimmsten antisemitischen Hetz- und nationalsozialistischen Propagandafilme in Erinnerung und somit soll es sich hierbei aus nationalsozialistischer Sicht um einen biografischen Film handeln, der das Leben eines machtgierigen und skrupellosen württembergischen Finanzagenten des 18. Jahrhunderts wahrheitsgemäß darstellt.

Filmbiografien erfreuen sich seit Beginn der Filmgeschichte großer Beliebtheit, bei Produzenten sowie Zuschauern. Üblicherweise werden Filme dieses Genres jedoch in einer Weise erzählt, durch welche die Zuschauer mit der Hauptfigur sympathisieren. Mit „Jud Süß“ hingegen wurde ein Film erschaffen, der zur Manipulation des Volkes genutzt wurde und sich schließlich gegen die jüdische Bevölkerung richtete. Somit stellt sich die Frage, ob die historische Figur tatsächlich Gemeinsamkeiten mit der Filmfigur hatte und die entsprechende Person so manipulativ, korrupt und intrigant wie dargestellt war.

Der geschickte Finanzier Joseph Süß Oppenheimer, der als „Jud Süß“ beschimpft wird, wurde zum Justizopfer und wird dank zahlreicher Kulturschaffenden seit fast 300 Jahren in der deutschen Popkultur aufgegriffen. Allerdings ist kein Werk vergleichbar mit Veit Harlans Darstellung aus dem Dritten Reich, in dem er zum Sinnbild des „bösen Juden“ und fatalerweise post mortem für die Endlösung der Judenfrage herangezogen wurde.

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