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Dieser Strand kann sich sehen lassen:

auf Rømø, bis zu 4 km breit | 27

Dänemarks härteste Männer:

sie stehen in Esbjerg und sind aus Beton (das Umschlagbild zeigt die Figuren) | 50

Das tollste Segelrevier:

der Limfjord – mit Abstand | 163

So stellen wir uns ein Küstendorf vor:

Stenbjerg Strand, fast schon ägäisch | 165

Eine ganz besondere Insel:

auf Morsø ist alles anders | 180

Action, Action, Action:

im Sommer ist in Løkken richtig was los | 207

Eine Kirche, wie man sie selten (nicht) sieht:

Skagens „Lange Maren“ bzw. „Versandete Kirche“ | 230

Vorwort

Wer die Weite des Meeres, intakte Natur und entspannte Gemütlichkeit schätzt, der wird Dänemark und die dänische Nordseeküste lieben. Gepaart mit aufrichtiger Gastfreundschaft und warmherzigen Menschen ergibt sich ein Reiseziel, das rundum glücklich macht.

Platz ist mehr als genug vorhanden: Die Nordseeküste erstreckt sich über 500 Kilometer von der deutschen Grenze bis ins nördliche Skagen. Hier findet jeder seinen persönlichen Lieblingsflecken und fühlt sich wohl. Nicht umsonst hat Dänemark im Weltglücksbericht 2017 nach Norwegen den zweiten Platz erklommen.

Manche entscheiden sich für die endlosen Strände auf Rømø oder begeistern sich für eine Seehundsafari vor Südwestjütland. Andere genießen einen Bummel durch die historische Altstadt von Ribe und schlendern durch die attraktiven Museen von Esbjerg, Struer oder Skagen, dem charmanten, beliebten Künstlerdorf ganz im Norden. Wer trotz fehlender Berge hoch hinaus und die schöne Landschaft mit ihren Dünen und Wäldern überblicken möchte, erklimmt einen der zahlreichen Leuchttürme, die sich entlang der Küste aufreihen.

Bei unseren zahlreichen Reisen und Urlauben konnten wir auch unzählige Attraktionen für Familien aufspüren und kennenlernen. Dänemark und die Nordseeküste sind ein wahres Eldorado für Kinder und ihre Eltern. Neben den fürs Sandburgenbauen geradezu prädestinierten Stränden locken Nordeuropas größtes Aquarium in Hirtshals, das Teddybärenmuseum in Skagen oder das „wasserlastige“ Kyst- und Erlebniscenter in Thyborøn. Nicht zu vergessen die kleine, süße Bonbon-Manufaktur in Løkken oder das Wikingerdorf in Bork Havn mit vielen spaßigen Mitmachaktionen im Sommer.

Dieser Reiseführer zeigt Sehenswertes auf, macht Bekanntes und weniger Bekanntes sichtbar und gibt Tipps für ein selbstbestimmtes Reisen vor Ort mit Auto, Bus, Schiff oder Bahn. Ausführlich und anschaulich werden die Orte, ihre Attraktionen, besuchenswerte Restaurants, Hotels und Geschäfte dargestellt, angereichert mit Infos über Märkte, Feste und Events. Viele Stadtpläne und regionale Übersichtskarten helfen bei der Orientierung. Dazu erfährt man einiges zu den sportlichen Möglichkeiten unter freiem Himmel: Radfahren, Angeln, Reiten, Surfen usw.

Machen Sie es wie die dänischen Einwohner und genießen sie die „hyggelige“ (entspannte) Atmosphäre auf Ihrer Tour entlang der dänischen Nordseeküste.

God rejse – gute Reise!
Roland Hanewald und Thilo Scheu

Inhalt

Vorwort

Verzeichnis der Karten

Verzeichnis der Exkurse

Hinweise zur Benutzung

Die Regionen im Überblick

1 Von der deutschen Grenze bis Esbjerg

Tønder

Højer

Rømø

Mandø

Ribe

Esbjerg

Fanø

2 Von Skallingen bis Ringkøbing

Varde

Oksbøl

Blåvand

Von Blåvandshuk nach Nymindegab

Auf dem Holmsland Klit bis Hvide Sande

Von Hvide Sande bis Søndervig

Søndervig

Tarm und Bork Havn

Skjern

Ringkøbing

3 Mittleres Westjütland bis Thyborøn

Ulfborg

Thorsminde

Holstebro

Struer

Venø

Thyholm

Lemvig

Harboøre Tange

Thyborøn

4 Die westliche Limfjord-Region

Thyland

Stenbjerg, Vorupør und Klitmøller

Hanstholm

Thisted

Morsø

Nykøbing

Hannæs

5 Nordjütland bis Skagen

Fjerritslev

Brovst („Braust“)

Blokhus, Hune, Rødhus und Saltum Strand

Løkken und Vrå

Lønstrup und Hjørring

Hirtshals

Tannisbucht und Tversted

Skagens Odde

Skagen

Grenen

6 Praktische Reisetipps A–Z

Anreise

Auslandsvertretungen in Dänemark

Einreise

Essen und Trinken

Feiertage

FKK

Geld und Preise

Gesundheit

Hunde

Kinder

Kirchen

Museen und Sehenswürdigkeiten

Notfall

Öffnungszeiten

Post

Sportliche Aktivitäten

Sprache

Telefon

Touristische Informationen

Unterkunft

Verkehrsmittel

Versicherungen

Zeitungen

7 Das Land

Geschichte Dänemarks

Dänemark heute

8 Die Nordsee

Die Umwelt

Das Wattenmeer

Hinweise für Strand und Dünen

Nordseewetter

Sonne und See

9 Anhang

Literaturhinweise

Kleine Sprachhilfe Dansk

Register

Die Autoren

Karten

Nordjütland

Umschlag hinten

Südjütland

Umschlag vorn

Regionen im Überblick

 

Übersichts-/Regionalkarten

Deutsche Grenze bis Esbjerg

Mittleres Westjütland bis Thyborøn

Nordjütland bis Skagen

Skallingen bis Ringkøbing

Westliche Limfjord-Region

Stadtpläne und Detailkarten

Blokhus

Esbjerg

Fanø

Hirtshals

Holstebro

Hune

Lemvig

Limfjord (Segelhäfen)

Mandø

Nykøbing

Ribe

Ringkøbing

Rømø

Skagen

Thisted

Thyborøn

Tønder

Thematische Karten

Der Durchbruch (Harboøre Tange)

Jugendherbergen

Nationalpark Wattenmeer

Windsurfen

Wracks (Thorsminde)

Exkurse

Von der deutschen Grenze bis Esbjerg

Gestrandete Wale

Was ist mit Ribe und Königin Dagmar?

Gold des Nordens

Vorsicht bitte!

Von Skallingen bis Ringkøbing

Glanz und Ende einer sündigen Stadt

Das Elend mit dem Treibsand

Ringkøbing Fjord

Mittleres Westjütland bis Thyborøn

Die Geschichte von U 20

Ausflüge nach Paris, Rom und Korea

Die Sache mit der Cheminova

Deutsche Feste Thyborøn

Die westliche Limfjord-Region

Die Dünenpflanzungen am Vandet Sø

Die Mutter aller Seeschlachten

Nordjütland bis Skagen

Wie kommt das Boot ins Wasser?

Eine alte Wikingerburg

Das Licht des Nordens

Praktische Reisetipps A–Z

Reizthema „Autos am Strand“

Das Land

Blauzahn und Weicher Schleifstein

Deutsche Hinterlassenschaften

Die Dänen …

Die Nordsee

Wenn man einen Seehund findet

Sicherheit zu jeder Zeit

Sturm und Wellen

Hinweise zur Benutzung

Dieser Reiseführer beginnt mit der Beschreibung der einzelnen Regionen, und zwar von Süden nach Norden. Die Kapitel haben folgenden Aufbau: Einem einleitenden Überblick über die Gesamtregion und einer Übersichtskarte folgt die Vorstellung der jeweiligen Orte und Gebiete. Die einzelnen Städte (teils mit Stadtplan), Dörfer und Sehenswürdigkeiten werden detailliert beschrieben, einschließlich der Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung und der touristischen Infrastruktur (Hotels, Gastronomie, Einkaufen etc.).

Im Kapitel „Praktische Reisetipps A–Z“ findet man alle Informationen für die Reisevorbereitung und die Reise selbst.

Das Kapitel „Das Land“ gibt einen kurzen Überblick zu Geschichte und Gegenwart Dänemarks.

Das Kapitel „Die Nordsee“ informiert zu Themen wie Wetter, Gezeiten und Umwelt.

Hintergrundinformationen und interessante Anekdoten finden sich in den Exkursen. Eine Literaturliste, ein kleiner Sprachführer und das Register im Anhang beschließen das Buch.

Alle Informationen sind sorgfältig und vor Ort recherchiert worden (Stand: März 2018). Über Leserpost freuen wir uns immer!

MEIN TIPP: steht für spezielle Empfehlungen des Autors Thilo Scheu nach persönlichem Geschmack.

image Der Schmetterling kennzeichnet Tipps mit einer ökologischen Ausrichtung, z.B. (Natur-)Genuss, der besonders nachhaltig oder umweltverträglich ist.

image Der Kinder-Tipp steht für Angebote, bei denen vor allem kleine Gäste und ihre Familien auf ihre Kosten kommen.

image Nicht verpassen! Diese Tipps erkennt man an der gelben Hinterlegung.

image Die Internet- und E-Mail-Adressen in diesem Buch können in Ausnahmefällen – bedingt durch den Zeilenumbruch – so getrennt werden, dass ein Trennstrich erscheint, der nicht zur Adresse gehören muss!

4 Die Ziffern in den farbigen Kästchen bei den „Praktischen Infos“ zu den Orten verweisen auf den jeweiligen Legendeneintrag im entsprechenden Stadtplan.

image Updates nach Redaktionsschluss: Auf der Produktseite dieses Reiseführers im Internetshop des Verlages finden sich zusätzliche Informationen und wichtige Änderungen.

Preiskategorien der Unterkünfte im Buch

Die Preiskategorien in diesem Reiseführer gelten für Hotels, Pensionen und Bed & Breakfast, und zwar jeweils für ein Doppelzimmer (meist mit Frühstück).

image untere Preisklasse:

bis 50 €

image mittlere Preisklasse:

50–100 €

image obere Preisklasse:

100–160 €

image gehobene Preisklasse:

über 160 €

Die Regionen im Überblick

1 Von der deutschen Grenze bis Esbjerg | 13

Auch wenn die Grenze noch nicht weit zurückliegt, ist man unverkennbar in Dänemark angekommen: Der Verkehr lässt nach, die Landschaft scheint weiter, der Himmel höher. Die südlichste Nordseeinsel Dänemarks, Rømø (S. 27), ist gleich einen Abstecher wert. Wer sofort weiter nach Norden will, sollte sich zumindest für das schöne Städtchen Ribe (S. 36) etwas Zeit nehmen. Die größte Stadt des in diesem Buch beschriebenen Gebietes ist Esbjerg (S. 45).

2 Von Skallingen bis Ringkøbing | 69

Viel Natur erwartet den Besucher schon kurz hinter der Großstadt Esbjerg. Der Küstenabschnitt ist beliebt bei Touristen, zieht sich der Sandstrand doch die gesamte Küste entlang, von der Halbinsel Skallingen (S. 71) bis über den eigenartigen Dünendamm Holmsland Klit (S. 89), der den Ringkøbing Fjord (S. 90) abtrennt. Im Norden des Gebietes ist das nette Städtchen Ringkøbing (S. 104) einen Besuch wert.

3 Mittleres Westjütland bis Thyborøn | 111

Weiter nach Norden wird es insgesamt etwas ruhiger, doch an Ferienhäusern und touristischen Orten herrscht weiterhin kein Mangel. Manche Strandabschnitte sind von Kieselsteinen geprägt. Im Hinterland finden sich Wälder und Naturschutzflächen sowie das Zentrum der Gegend, Ulfborg (S. 114). Aus touristischer Sicht lohnender ist ein Abstecher ins hübsche Lemvig (S. 135). Eine Besonderheit sind die zahlreichen Schiffswracks (S. 117) in diesem Küstenbereich.

4 Die westliche Limfjord-Region | 155

Windumtost liegt das Thyland an der nordwestlichen Spitze Dänemarks, teils urtümlich, teils lieblich, zerschnitten vom Limfjord und seinen Ausläufern. Geologisch Interessierte erkunden die Insel Morsø (S. 180). Kleine städtische Zentren wie Nykøbing (S. 185) und Thisted (S. 175) laden zum Bummel ein. Die Küstenorte, z.B. Vorupør (S. 166) und Stenbjerg (S. 165), haben sich noch viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt.

5 Nordjütland bis Skagen | 193

Weite, Einsamkeit und Dünen erwarten hier den Reisenden sowie ein Küstenabschnitt, der im Laufe der Zeit zahllosen Schiffen zum Verhängnis geworden ist. In Hirtshals (S. 213) ist der Fähr- und Fischereihafen ein Anziehungspunkt, an der sich ständig verändernden Landspitze Skagens Odde (S. 219) kann man die Leuchttürme besuchen, in Skagen (S. 220) gibt es einiges zu entdecken. Zu guter Letzt kommt man an die Nordspitze Kontinentaleuropas, nach Grenen (S. 233), wo Nord- und Ostsee strömungsreich zusammenfließen.

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In den Dünen von Fanø

1 Von der deutschen Grenze bis Esbjerg

Esbjerg

Fanø

Højer

Mandø

Ribe

Rømø

Tønder

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ÜBERBLICK

Die Küste zwischen Højer unmittelbar oberhalb der Grenze und Esbjerg, rund 60 km weiter, ist landschaftlich wenig anziehend. Östlich vom Deich dehnt sich die platte Marsch aus, seeseitig das größtenteils naturgeschützte Watt, noch platter. Einen Strand, 4 Kilometer lang und 150 Meter breit, mit grobem Sand und seichtem Wasser gibt es bei Emmerlev Klev/Hjerpsted. Wegen der Lage am Nationalpark ist Windsurfen dort verboten.

Geschichtsträchtiges Land: Lange wurden hier Grenzen hin- und hergeschoben. Davon merkt man heute nicht mehr viel. An den Heerstraßen von einst reihen sich Dörfchen, in denen der agrarische Alltag Dänemarks seinen Lauf nimmt; sauber gefegte, aber auch, um ehrlich zu sein, nicht sonderlich aufregende Nester. Hier und da gibt es eine Kirche zu inspizieren, deren Turm man sich zum Ziel setzt, womöglich auch ein Schloss, Schackenborg bei Møgeltønder zum Beispiel, wo einst Prinz Joachim und seine Alexandra glücklich waren (und jetzt geschieden sind), ist sehenswert, der Garten öffentlich zugänglich. Dann wieder steht vielleicht ein Karton mit Äpfeln am Straßenrand: Ta’ og spis – nimm und iss. Man muss derlei Charme en miniature lieben – oder lieben lernen –, um sich schon mal auf den Rest Jütlands einzustimmen. Denn weiter oben auf der Halbinsel sieht’s jenseits der quirligen Touristik überall so aus: ländlichsittlich.

Tønder

Geschichte

Die dänische Aussprache ist „Tönner“, und auf deutsch hieß die Stadt, eine solche seit 1243, früher mal Tondern. Tønder wird „die Hauptstadt der Marsch“, auch „Dänemarks ältester Marktflecken“ genannt und erlebte zwischen Mittelalter und Renaissance als Verschiffungsort landwirtschaftlicher Produkte eine ausgesprochene Blütezeit. Doch die Überschwemmung der Marsch stellte den Ort immer wieder vor Probleme. Durch Eindeichungen konnte dieser Pferdefuß zwar beseitigt werden, doch in der Folge versandete der Hafen Tønders allmählich, und aus war es mit dem Handel. Die strebsamen Bürger der Stadt mussten andere Wege gehen. Sie schufen mit der schleswigschen Klöppelindustrie eine Alternative und brachten den Ort zu neuem Wohlstand. Im 18. Jahrhundert waren an die 12.000 Frauen in und um Tønder mit der Herstellung von Klöppelspitzen beschäftigt.

NICHT VERPASSEN!

imageDer schier endlose Strand von Rømø | 27

imageInternationales Drachenfestival auf Rømø | 31

imageDer mächtige Dom von Ribe | 37

imageAuf in die Vergangenheit im Ribe Vikingecenter | 40

imageDie riesige Skulptur „Der Mensch am Meer“ in Esbjerg | 50

Diese Tipps erkennt man an der gelben Hinterlegung.

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Der lang anhaltende deutsch-dänische Streit um das Herzogtum Schleswig endete 1920 mit dessen Teilung. Zwar fiel die nördliche Hälfte mit Tønder an Dänemark zurück, doch die unmittelbare Nähe der Grenze und eine deutsche Minderheit prägen weiterhin das Bild und das Leben der Stadt.

Sehenswertes

Aus der Anfangszeit Tønders ist der gut erhaltene Ortskern mit vielen malerischen Winkeln und Gassen geblieben. Die kopfsteingepflasterte Uldgade sticht heraus mit ihren Giebelhäusern, urigen Erkern und fein geschnitzten Türen, und nicht minder spektakulär ist die Spikergade gleich nebenan. Kaum jemand wird sich den Pranger entgehen lassen (Kleiner Markt), auf dem noch 1865 eine Diebin öffentlich ausgepeitscht wurde.

Museum Sønderjylland Tønder mit Wasserturm

Das sehr sehenswerte, in mehrere Abteilungen untergliederte Museum zeigt expressionistische, meist skandinavische Kunst von Per Kirkeby bis Svend Wiig Hansen, historische Silberarbeiten, Möbel des 16. bis 19. Jahrhunderts und Stühle des Möbelarchitekten Hans J. Wegner, der in Tønder das Licht der Welt erblickte. Seine 37 Werke sind im 1902 erbauten und einen tollen Rundblick über Südjütland bietenden Wasserturm untergebracht. Der Gebäudekomplex mit dem kunst- und kulturhistorischen Museum liegt im Süden der Stadt am ehemaligen Standort des bis 1750 existierenden Schlosses Tønderhus. Durch das alte Torhaus des Schlosses gelangt man zum Museumseingang. Es gibt einen Museumsshop und ein Café.

image Info: geöffnet Juni bis August tägl. 10–17 Uhr, September bis Mai Di bis So 10–17 Uhr. Erw. 70 Dkr., unter 18 Jahren frei. Kongevej 51, Tel. 7472 8989, www.museum-sonderjylland.dk.

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Café am Torvet (Marktplatz)

Drøhses Hus

Das denkmalgeschützte Gebäude, eines der schönsten und ältesten Häuser im Bereich der Fußgängerzone, ließ der Amtsschreiber Friedrich Jürgensen 1672 im typisch westschleswigschen Stil erbauen. Der Name „Drøhses Hus“ geht auf den Buchhändler Drøhse zurück, der dort 1859 als neuer Eigentümer einzog. Heute ist im Haus ein Teil des Museum Sønderjylland untergebracht, der sich hauptsächlich der Geschichte der Klöppelindustrie in Westschleswig widmet, aber auch Möbel, alte Öfen und Gemälde sind zu sehen. Angegliedert ist ein großer Museumsladen (Eintritt frei), in dem man sich mit feiner Klöppelspitze eindecken kann. In der warmen Jahreszeit lädt der charmante Klöppelspitzengarten, dessen Gestalt einem alten Klöppelspitzenmuster nachempfunden wurde, zu einer Pause mit Kaffee und Kuchen ein.

image Info: Museum geöffnet Mo bis Fr 11–17 Uhr, Sa 10–14 Uhr, Januar bis März geschlossen. Erw. 50 Dkr., unter 18 Jahren frei. Museum Sønderjylland, Storegade 14, Tel. 7472 4990, www.museum-sonderjylland.dk.

Kristkirke

Die „Christkirche“ am Kirkepladsen wurde im Juli 1592 fertiggestellt, nachdem die dort zuvor stehende Nicolaikirke, die wohl schon um 1350 existierte, abgerissen worden war. Nur den Anfang des 16. Jahrhunderts erbauten, weithin sichtbaren und rund 50 m hohen mittelalterlichen Turm ließ man stehen. Eine Besonderheit ist die mit christlichen Motiven verzierte und den Altarraum vom Kirchenschiff trennende hölzerne Chorschranke aus dem 17. Jahrhundert. Die vor dem Gotteshaus stehende Büste ehrt den in ganz Skandinavien bekannten Psalmdichter (Salmedigteren) Hans Adolph Brorson, der von 1729 bis 1737 das Priesteramt in Tønder bekleidete. Die Kirche ist für Besucher Mo–Sa 10–16 Uhr geöffnet.

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Spaziergang rund um den Wasserturm

Zeppelin- und Garnisonsmuseum

Verlässt man das Zentrum von Tønder auf der Durchgangsstraße Ribe Landevej Richtung Norden, trifft man nach wenigen hundert Metern auf der linken Seite auf dieses ungewöhnliche Museum rund um das Thema Luftschiffe im Ersten Weltkrieg. Hier in Tønder befand sich von 1914 bis 1918 einer der größten Marine-Luftschiffhäfen Deutschlands. Im Erdgeschoss des mit unzähligen Fotos, Infotafeln und originalen Ausstellungsobjekten bestückten Museums zeigt ein Modell die drei ehemaligen Luftschiffhallen „TOBIAS“, „TONI“ und „TOSKA“. Wobei die Buchstaben „TO“ jeweils das interne Kennzeichen für das damals noch Tondern genannte Städtchen waren. Die Doppelhalle „TOSKA“ konnte zwei Luftschiffe nebeneinander beherbergen und hatte die gigantischen Ausmaße von 242 m Länge, 73 m Breite und 42 m Höhe. Sie bestand nach Kriegsende bis 1922. Heute kann man auf dem riesigen, öffentlich zugänglichen und hauptsächlich bewaldeten Außengelände nur noch wenige Spuren der einstigen Luftschiffhallen ausfindig machen. Infotafeln vor Ort illustrieren die Geschichte der Hallen und erläutern die auf dem Areal noch befindlichen Relikte wie das Heizwerk und das Badehaus der Soldaten oder den „Offiziersstein“.

image Info: geöffnet Mai bis Oktober Sa/So 11–16 Uhr, wochentags geschlossen. Erw. 40 Dkr. Führungen nach Anmeldung. Gasværkvej 1, Tel. 7472 7254, www.zeppelin-museum.dk.

Sport und Aktivitäten

Schwimmen, Squash, Klettern

image Tønder Sport & Fritidscenter, der gesamte Komplex besteht aus mehreren Sporthallen und einer Schwimmhalle mit Wasserrutsche. Es sind eine Kletterwand, ein Fitnesscenter und ein Wellnessbereich vorhanden, ferner zwei Squash Courts. Eintritt Schwimmhalle: Pers. über 16 Jahre 7,10 €, Kinder 3–15 Jahre 3,50 €, Studenten/Rentner 5,20 €. Zum Center gehören auch ein Campingplatz und das Danhostel. Sønderlandevej 4–6, Tel. 7492 8830, http://tsfc.dk/de/center.

Angeln

image In der Vidå (Wiedau) und ihren Nebenläufen, einem von Dänemarks wasserreichsten Flusssystemen. Saison ist Mitte Januar bis September. Infos beim Fremdenverkehrsamt.

Golf

image Tønder Golfklub, 18-Loch-Platz, Driving Range und Klubhaus. Greenfee für Gäste erfordert die Mitgliedschaft in einem zugelassenen Golfklub und Platzreife. Es werden auch zwei Zimmer vermietet. Greenfee 20–40 €. Tidsholmvej 6, Tel. 7473 4313, www.tondergolfklub.dk.

Kanu

3 Vidå Kanoudlejning, Kanuverleih, Trailerverleih. Zahlreiche Tourvorschläge von Tønder in die Umgebung und auf der Vidå. Kanu pro Tag 250 Dkr. Ulriksallé 5 und Grænsevej 16, Tel. 4031 9514 und 2330 4250, www.vidaa-kano.dk.

Radfahren

4 Fri Bike Shop, in der Innenstadt liegendes Fahrradgeschäft mit Verleih, Verkauf und Reparaturservice. Verkauf auch von Mopeds/Scooter. Vestergade 42, Tel. 7472 3672, www.fribikeshop.dk.

image Eine tolle Fahrradtour kann man von Tønder aus unternehmen. Vom Tønder Kunstmuseum startet die Panorama-Route 401 mit Namen „Die königliche Marsch-Radtour“. 41 km lange Rundtour, gut ausgeschildert über flaches Terrain. Weitere Infos unter www.nordseeradweg.dk.

Tier- und Naturtouren

2 image Sort Safari, der Anbieter hat zahlreiche Touren im Nationalpark Wattenmeer in seinem Portfolio. Beispielsweise die Ganztagestour „Wattenmeer Express“ mit Wanderung und Museumsbesuch. Erw. 245 Dkr., jeden Mittwoch von Juli bis Oktober, u.a. ab Tønder. Slotsgaden 19, Tel. 7372 6400, https://de.sortsafari.dk.

Wandern

image Im Umfeld der Stadt lassen sich schöne Naturwanderungen unternehmen. Infos über Arrangements beim Fremdenverkehrsamt. Begehbar ist auch der Nordseedeich, der sich für eine ausgedehnte Fußtour bis Esbjerg oder kleinere Etappen anbietet.

Feste und Events

Tønder Festival

Seit 1975 zelebriertes internationales Folk-, Jazz- und Indiefestival über mehrere Tage am letzten langen Wochenende (Do bis So) im August. Rund 10.000 Musikfans finden sich alljährlich ein. Ein Campingplatz ist an das Festivalgelände angegliedert.

image Info: Eintritt (4 Tage) Erw. 1390 Dkr., Camping 400 Dkr., www.tf.dk.

Weihnachtsmarkt

Von Mitte November bis zum 23. Dezember zeigt sich die Altstadt weihnachtlich geschmückt. Der Umzug der Weihnachtsmänner ist schön anzusehen. Um den Marktplatz mit dem Weihnachtsbaum offerieren zahlreiche Hütten leckere Spezialitäten, und es lässt sich so manches Geschenk für die Liebsten erstehen. Tønder wird auch als Dänemarks „Weihnachtsstadt Nr. 1“ bezeichnet. Reizvoll ist das Geschäft „Det gamle Apotek“: In einem Gebäude aus dem Jahre 1595 befindet sich zur Adventszeit die angeblich größte Weihnachtsausstellung Dänemarks.

Klöppelfestival

Alle drei Jahre findet diese Veranstaltung statt (Verkaufsmesse, Vorträge, Workshops, Ausflüge). 2019 findet das Festival vom 31. Mai bis zum 2. Juni zum elften Mal statt.

image Info: www.kniplings-festival.dk (war zuletzt aber nicht aktuell).

Praktische Infos

Touristeninformation

image Storegade 2–4, Tel. 7475 5130, www.visittoender.dk. Geöffnet Mo bis Fr 10–17.30 Uhr, Sa 10–14 Uhr. Beliebt in Tønder: unbürokratisches Heiraten!

Verkehr und Transport

image Busse von und nach Niebüll (D), ca. 1½ Std. Bus 266 ab Busstation nach Højer ca. 25 Min.

image Bahn von und nach Niebüll (ca. ½ Std.) und Esbjerg. www.rejseplanen.dk.

Übernachtung

17 Hotel Bowler Innimage, nur einige Minuten zu Fuß vom Zentrum, freundliche, helle und modern eingerichtete Zimmer. Freundliche und aufmerksame Mitarbeiter. Das Hotel bietet eine große Bowlingbahn (Preisbeispiel: Fr ab 21 Uhr 180 Dkr./55 Min.), ein Restaurant und einen Pub. Ribelandevej 56, Tel. 7472 0011, www.hotelbowlerinn.dk.

18 Hostrups Hotelimage, gemütliches, kleines Hotel mit Restaurant und Außenterrasse. Søndergade 30, Tel. 7472 2129, www.hostrupshotel.dk.

5 Hotel Tønderhusimage, zentral gelegenes, mehrmals erweitertes und modernisiertes Traditionshaus mit rund 60 stilvollen Zimmern und Suiten. Behindertengerechtes Zimmer. Hilfsbereites Personal. Restaurant mit Terrasse. Regionale Speisen. Großer Saal für Veranstaltungen wie Hochzeiten. Mitglied der „Small Danish Hotels“. Jomfrustien 1, Tel. 7472 2222, www.hoteltoenderhus.dk.

Jugendherberge

19 Tønder Danhostel, unweit des Zentrums, alle Zimmer mit Bad/WC, aber auch Betten in Gemeinschaftsräumen vorhanden. Bettwäsche/Handtücher können ausgeliehen oder mitgebracht werden. Frühstück, Mittag- und Abendessen möglich. Freier Eintritt ins Schwimmbad. Sønderport 4, Tel. 7472 3500, www.tsfc.dk.

Camping

20 Tønder Camping, beim Fritidscenter und der Jugendherberge, wenige Minuten zu Fuß ins Zentrum, 80 Stellplätze (2 Pers. inkl. Stellpatz 25,50 €) und 5 Hütten (max. 4 Pers., pro Nacht 62 €). Campingpass obligatorisch, ist an der Rezeption erhältlich. Wohnmobilplatz mit 40 Stellplätzen nebenan. Sønderport 4, Tel. 7492 8000, www.tsfc.dk.

1 Møgeltønder Camping, knapp 8 km von Tønder und 10 km von der Küste entfernt. Ländlich gelegen, Baumbestand. Hütten mit 15 m2 oder 30 m2 Fläche (ab 400 Dkr. pro Nacht/4 Pers.). Poolbereich mit Rutschbahnen. Direkt am Platz befindet sich ein Put & Take-Angelsee. Ganzjährig geöffnet. Sønderstrengvej 2, Møgeltønder, Tel. 7473 8460, www.mogeltondercamping.dk.

Essen und Trinken

8 MEIN TIPP: Café Engel, etwas abseits des Trubels der Fußgängerzone schmeckt hier auf den wenigen Holzstühlen vor der Tür oder im liebevoll eingerichteten Innenbereich der Kaffee, der Kuchen oder ein Sandwich besonders gut. Charmant und individuell. Frigrunden 3, Tel. 7472 7080.

12 Restaurant und Café Victoria, das in der Fußgängerzone etablierte, beliebte und einladende Lokal mit rustikalen Holzmöbeln und Regalen voller Bücher, mit historischen Fotografien und Gemälden an den Wänden offeriert leckere Burger (99 Dkr.), Steaks (300 g Ribeye 259 Dkr.), aber auch eine kleine Auswahl an Kuchen und Torten. Mo bis Do, So 11–22 Uhr, Fr/Sa 11–2 Uhr. Storegade 9, Tel. 7472 0089, www.victoriatoender.dk.

13 Café Kridt, ebenfalls in der Fußgängerzone, nahe des Torvet, lädt das mit schwarz-weiß kariertem Boden und bequemen modernen Sitzgelegenheiten ausgestattete Café zu einer ausgedehnten Pause ein. Oft junges Publikum. Freundliches Personal. Neben Cappuccino, Espresso, Latte Energy schlürft man hier gerne auch mal einen Mojito (65 Dkr.) oder einen Strawberry Daiquiri. Brunch, Salate, Burger. Mo bis Do 9.30–22 Uhr, Fr 9.30–23 Uhr, Sa 10–23 Uhr, So 10–21 Uhr. Storegade 1/Torvet, Tel. 7363 0005, www.cafekridt.dk.

15 Kloster Caféen, in einem wunderschönen historischen, wohl 1520 erbauten Haus lässt es sich im mit blauen Kacheln und alten Bildern des Torvet dekorierten Innenbereich ein bisschen wie zu „Omas Zeiten“ speisen und Kaffee trinken. Leckere Frokost-Spezialitäten, aber auch Burger mit Pommes (114 Dkr.). Tagessuppe (35 Dkr). Einige Tische stehen direkt auf dem Torvet. Mo bis Fr 10–17 Uhr, Sa 10–16 Uhr, So 11–15 Uhr. Torvet 11, Tel. 7372 4104, www.klostercafeen-toender.dk.

11 Restaurant Johannes, im Zentrum, hier lässt es sich in sehr ansprechender Atmosphäre vorzüglich speisen. Tolle südjüdländische Tapas wie Grünkohlmuffins mit Mettwurst oder Rumcreme mit Karamell. Leckere Kaffeespezialitäten und Biersorten aus Dänemark. Im angegliederten Laden kann man aus einem breiten Sortiment dänischer Köstlichkeiten wählen. Storegade 12, Tel. 7472 2022, www.johanneskaffebar.dk.

9 Restaurant Ros, 3-Gänge-Menü z.B. mit gebratenem Wels, dänischem Kalb und einem Rhabarber-Karamel-Mandel-Crumble (298 Dkr.). Mi bis Fr 17.30–23 Uhr, Sa 12–15 und 17.30–23 Uhr, So bis Di geschlossen. Spikergade 21, Tel. 2719 1193, www.restaurantros.dk.

7 Central Halle, die Bar im hinteren Teil des Hauses mit Billardtisch ist urig, hauptsächlich von Einheimischen besucht und die richtige Adresse für einen klassischen Abend mit einem Deckel voller Bier. Tägl. 10–24 Uhr, Fr/Sa bis 5 Uhr morgens. Vestergade 11, Tel. 7472 2027.

Einkaufen

16 image Høstkassen, Ingeborg verkauft in ihrem kleinen und einladenden Geschäft in der Fußgängerzone selbst produzierten ökologischen Apfelmost. Es liegen ein paar Gemüsesorten aus, und man findet Honig aus der Region Bredebro. Ergänzt wird das Sortiment durch Fair-Trade-Produkte und Kleidung aus biologischer Herstellung, etwa der beliebten dänischen Marke Bedebo. Geöffnet Do/Fr 10–17.30 Uhr, Sa 10–14 Uhr. Østergade 8, Tel. 3082 4644.

14 Det gamle Apotek (Die alte Apotheke), von 1671 bis 1989 war in diesem schönen Gebäude wirklich eine Apotheke untergebracht. Heute werden in den unzähligen Räumen u.a. Geschenkartikel, dänische Spezialitäten, Schreibutensilien, Modellautos, Wichtelfiguren und das gesamte Jahr über Weihnachtsartikel verkauft. Außerdem befindet sich hier von Mitte November bis zum 23. Dezember das Postamt des Weihnachtsmannes. Wer bis Mitte Dezember einen Brief samt Rückporto an den Weihnachtsmann sendet, bekommt einen Antwortgruß von Santa Claus. Mo bis Fr 10–17.30 Uhr, Sa/So 10–16 Uhr. Østergade 1, Tel. 7472 5111, www.det-gamle-apotek.dk.

6 Møbelhuset 2, riesiger Laden in der Innenstadt mit einer umfangreichen Auswahl an wunderbaren Design-Möbeln aus Dänemark und der ganzen Welt. Auch Stücke von Hans J. Wegner sind käuflich zu erwerben. Im Portfolio finden sich auch Wohnaccessoires und Leuchten. Lieferung und Montage deutschlandweit. Vestergade 35–39, Tel. 7472 2081, www.mobelhuset2.dk.

Nützliches

10 Apotheke, Storegade 28, Tel. 7472 1115.

image Zahnarzt, Mo bis Do 8–17 Uhr, Fr 8–15 Uhr. Kogade 4, Tel. 7472 1022, www.dentist.dk.

Die Umgebung von Tønder

Neben dem Wasserturm in Tønder gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, die Vongshøj (62 Meter hoch) bei Løgumkloster nordöstlich von Tønder. Auf dem Weg dorthin passiert man den Draved Skov, einen richtigen Urwald, den einzigen in ganz Dänemark mit sehr reichem Vogelleben.

Im unweit gelegenen Møgeltønder gibt es außer dem Schloss Schackenborg (www.schackenborg.de) mit „Dänemarks schönster Dorfstraße“ und „Dänemarks ältester Dorfkirchenorgel“ aus dem Jahr 1679 zwei lokale Superlative, die man nicht verpassen sollte. Und auch mal nach der schleswigschen Mettwurst fragen bzw. probieren, denn es ist die absolute Spezialität der Region.

MEIN TIPP: Restaurant Schackenborg Slotskro, vornehmes Ambiente, man wird mit köstlichen und handwerklich erstklassigen Speisen mittags und abends verwöhnt. Wer zur traditionellen Kaffeezeit kommt, sollte unbedingt die Brødtorte mit schwarzen Johannisbeeren kosten. Es kann auch übernachtet werden. Slotsgaden 42, Møgeltønder, Tel. 7473 8383, www.slotskro.dk.

Højer

Nach Højer (deutsch: Hoyer) kann man per Ausflugsschiff von List auf Sylt fahren, wobei man vielleicht den einen oder anderen Seehund erspäht, denn die Reise führt dicht am Naturschutzgebiet vorbei. Das Städtchen erfreut mit reetgedeckten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert und gepflegten Gärten. Sehenswert, auch für Familien, ist „Nordeuropas höchste (22 Meter) Holzwindmühle“ samt interessantem Mühlenmuseum und kleiner Gartenanlage.

image Museum: geöffnet vom 1.4. bis 30.6. und vom 1.10. bis 31.10. Di bis So 11–17 Uhr und vom 1.7. bis 30.9. Mo bis So 11–17 Uhr. Eintritt: Erw. 50 Dkr., Kinder gratis. Møllegade 13, Tel. 7478 2911.

Ebenfalls im Zentrum erhebt sich der 20 Meter hohe, 1934 erbaute Wasserturm von Højer. Über eine Wendeltreppe gelangt man durch das Innere auf einen rund um das Gebäude führenden Balkon, der bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht auf das Marschland, das Wattenmeer und sogar die Insel Rømø bietet.

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Idylle bei Højer

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Im Ortszentrum steht die Holzwindmühle samt interessantem Mühlenmuseum

image Wasserturm: geöffnet Ende Juni bis Mitte August tägl. 11–16 Uhr, Mitte August bis Anfang Oktober nur am Wochenende 11–16 Uhr, im Winter geschlossen. Eintritt: Erw. 20 Dkr., Kinder unter 12 Jahren gratis. Tel. 5030 9145, www.fhvt.dk.

Wer schon einmal in Højer ist, sollte den rund 3 Kilometer langen Weg an die Nordseeküste mit der imposanten VidåDeichschleuse und angrenzender multimedialer Ausstellung über den Nationalpark Wattenmeer (geöffnet tägl. 10–18 Uhr, gratis) nicht scheuen. Das dortige Restaurant Slusen Højer mit Außenbereich sorgt für das leibliche Wohl.

Zur Gemeinde Højer gehört das Städtchen Rudbøl, hübsch an einem See gelegen und insofern von bescheidenem Ruhm, als hier eine der merkwürdigsten Grenzziehungen Europas stattgefunden hat. Das sagen zumindest die Dänen. Für Deutsche war es ja lange nichts Ungewöhnliches, dass eine Grenze zwischen zwei Staatsgebilden mitten durch einen Ort ging.

Praktische Infos

Übernachtung

image Motel Højerimage, zentral gelegene moderne Unterkunft mit 10 einfachen Doppelzimmern und einigen wenigen Dreibettzimmern, alle mit eigenem Bad/WC. Ein Familienzimmer. Die Zimmer sind freundlich und hell. Frühstück möglich. Nørrevej 32, Tel. 5040 1030, 5040 3060, www.motel-hoejer.dk.

image Hostel Rudbølimage, direkt am See in Rudbøl. Sehr schöne Lage, Zimmer teils mit Seeblick, fast alle mit Gemeinschaftsbad. Küche für alle vorhanden. Frühstück inklusive. Rudbølvej 19–21, Tel. 7473 8298, www.hostel-rudbol-dk.book.direct.

MEIN TIPP: Hohenwarte Høyerimage, nur 2 km vom Meer und gut 1 km von Højer entfernt wohnt man hier in idyllischer und ruhiger Lage direkt im Nationalpark und mitten in der Tønder Marsch. Sehr freundliche, familiäre Atmosphäre. Kinder sind herzlich willkommen. Die „Paulsens“ erwarben diesen Hof 1991, bauten ihn um und empfingen ein Jahr später ihre ersten Gäste. Die 31 einfach und funktionell eingerichteten Zimmer verfügen teils über ein eigenes Bad/WC, Teeküche und Kühlschrank. Leckeres, deftiges Essen von Fleisch bis Fisch. Auf dem weitläufigen Gelände leben Ziegen, Lamas, Esel und andere „kuschelige“ Gesellen. Kutschfahrten und Ausritte werden organisiert. Siltoftvej 2, Tel. 7478 9383, www.hohenwarte.dk.

Camping

image Daler Camping, ganzjährig geöffnet. Seit 2016 bestehender kleiner Platz zum Zelten und für Wohnwagen und -mobile. Strom vorhanden. Mit Blick auf die Daler Kirche, nach Højer sind es gut 3 km. Erw./Nacht 75 Dkr. Hvidstrengvej 4, Daler, Tel. 5326 3547, www.dalercamping.eu.

Essen und Trinken, Einkaufen

image Fruens Vilje, zwischen Højer und Rudbøl wird köstliche selbst gemachte Schokolade verkauft. Auch in Eigenproduktion hergestellte Kerzen lassen sich erwerben. Im dazugehörigen Café schlürft man heiße Schokolade und genießt feine Kuchenkreationen. Mi bis So 14–17 Uhr. Ved Gaden 3, Rudbøl, Tel. 2783 6826, www.fruensvilje.eu.

image Højer Pølser, seit 1897 bestehender Traditionsbetrieb, Wurstwaren aller Art, viele davon mit Preisen ausgezeichnet, auch ökologische Produkte. Besondere Spezialitäten, z.B. mit Cognac oder Whisky verfeinerte Salami. Mo bis Fr 9–17 Uhr, Sa 9–12 Uhr. Sondergade 1, Tel. 7478 2231, www.hoejerpoelser.dk.

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Rømø

Geschichte

Die größte Insel an der dänischen Nordseeküste (dt.: Röm) ist recht jungen geologischen Alters. Wahrscheinlich erst um das Jahr Null nahm die aus den Eiszeiten hervorgegangene Sandbank Inselgestalt an und bildete allmählich Dünenketten und Marschland. Eine zögerliche Besiedlung setzte im frühen 13. Jahrhundert ein. Lange ernährten sich die Insulaner mühsam von der Fischerei und bescheidener Viehzucht, stark erschwert durch immer wieder auftretendes Sandtreiben, ein Naturphänomen, das die Insel stets mehr bedrohte als die See und dessen Gefahren auch heute noch nicht völlig gebannt sind. Rømø ist notorisch unfruchtbar, „eine Wüste“, sagen die Dänen.

Dann kam, mit dem 18. und 19. Jahrhundert, das goldene Zeitalter. Die männliche Bevölkerung verdingte sich auf überwiegend deutschen Schiffen als Seeleute, viele wurden auch Walfänger, und einige brachten es bis zum Kommandeur, wie man die Kapitäne dieses Gewerbes nannte. Die Grönlandfahrer, deren pittoreske Grabdenkmäler auf dem Kirchhof von Kirkeby erhalten sind, bereicherten das Inselleben mit friesischem Kulturgut und, versteht sich, ihren wohlgefüllten Geldkatzen. Schöne alte Häuser aus jener Zeit sind heute in Juvre, Toftum und Vesterhede zu bewundern. Besonders interessant ist der sogenannte Kommandørgården in Toftum (s.u.) mit einer Sammlung des dänischen Nationalmuseums.

Strand

Rømøs ganzer Stolz ist indes der gewaltige Strand, der zu den größten der Nordsee zählt und bis 1850 noch überwiegend ein separates Sandeiland war. Heute zieht sich dieser Strand bis zu 4 km breit die ganze Westküste der Insel entlang und steht an beiden Enden sogar noch weit darüber hinaus. Leider ist das prächtige Terrain mit zwei kleinen Handikaps behaftet: Der (äußerste) Nordteil ist militärisches Übungsgebiet (Betreten ganzjährig verboten), und auf ungefähr der Hälfte des Strandareals sind Autos zugelassen. Trotzdem findet man auf der Riesenfläche (die bei Hochwasser manchmal überflutet wird) stets ein Plätzchen, auf dem man sich allein fühlen kann.

Vor Lakolk findet die meiste Badetätigkeit statt. Im Sommer sind dort Rettungsschwimmer stationiert. FKK ist speziell zugelassen.

Hunde müssen am Strand (1. April bis 30. Sept.) und auf Rømø angeleint werden. Ausnahmen bestehen an ausgewiesenen Bereichen in Lakolk und bei der Kirkeby-Plantage.

Sehenswertes

Ankunftshafen auf Rømø ist Havneby, ein kleiner Ort mit Restaurants, Cafés und einer netten Atmosphäre. Die anderen Inseldörfer sind auch ganz ansprechend, verschwinden aber vielfach hinter Dünen und in Wäldchen; kaum erkennt man, wo eines beginnt und aufhört. Der gesamte Inselkern steht unter Naturschutz. Rømø ist rustikal und ein angenehmer Gegenpol zum eiligen Sylt im Süden, dessen Hauptort Westerland in einem dänischen Rømø-Büchlein sogar als „mahnendes Beispiel für die Touristenchefs, die behaupten, daß der Tourismus nicht die Landschaft in Mitleidenschaft zieht“, sehr negative Erwähnung findet.

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Strandsegler in Aktion

Bunkeranlagen

52 Bunker bauten die Deutschen im Krieg auf Rømø. Die wichtigsten standen bzw. stehen immer noch getarnt im Tvismark-Wald, darunter Blegs Bunker, Tobruk Nord und Süd, Freyafundament, Der gesprengte Bunker, Tropfsteinbunker, Sonnenfleck, Notausgang, Zum Kronenjäger, Heidemarie, Gut Versteckt, Düne, Sandflügel, Mammut und Achteck. Im Bereich der befestigten Anlage erhob sich im Krieg das „Mammut- und See-Elefant-Frühwarnsystem“, ein Funkmessgerät mit über 100 m hohen Antennenmasten, mittels derer u.a. der Einschlagsort von V2-Raketen in England kontrolliert werden konnte.

Das Betreten der Bunker ist nur im Rahmen geführter Touren (über das Naturzentrum Tønnisgård, s.u.) erlaubt.

Hoftüren

Ein Bauernhof ist an und für sich ein recht profanes Objekt, doch die an Rømøs Ostküste muss man gesehen haben, allein schon wegen der Türen, die in stilistischem Aufwand miteinander wetteifern und in einem lokalen Klassizismus gipfeln, der sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts herausbildete. Für Hobbyfotografen sind diese Türen ein lohnendes Motiv.

Im Nordosten von Juvre kann man auch eine Hofumzäunung aus Walknochen aus dem Jahr 1722 bestaunen. Holz war früher Mangelware auf der Insel.

Nationalmuseets Kommandørgården

Der Hof von Harcke Thadens aus dem Jahre 1748 zeugt von dem Wohlstand, den der Walfang damals mit sich brachte. Im Jahr 1770 sollen rund 450 Walfänger auf Rømø gelebt haben. Einige waren Kommandeure und besaßen stattliche Höfe. Dieser hier in Toftum zeigt die vornehmen Stuben, die mit ihren holländischen Kacheln wie möblierte Badezimmer aussehen, aber geflieste Wände schätzte man damals nun mal. In der Scheune kann man ein Walskelett bestaunen. Ein Café mit Sitzgelegenheiten drinnen und draußen offeriert selbst gebackenen Kuchen und Mittagessen. Gleich neben dem Museum steht Dänemarks kleinste Zwergschule von 1784.

image Info: geöffnet Ostern und Oktober Di bis So 10–15 Uhr, Mai bis Ende September Di bis So 10–17 Uhr. Eintritt frei. Juvrevej 60, Toftum, Tel. 7475 5276, www.natmus.dk/museerne/kommandoergaarden.

Naturcenter Tønnisgård

image In der familienfreundlichen Ausstellung wird über das Wattenmeer, den Walfang und die Region auf kurzweilige und oft spielerische Art und Weise informiert. Besonders geschätzt werden die vom Center durchgeführten Touren: u.a. Wattwanderungen, Bunkertouren, Austernsafaris (Touren: Erw. 13,10 €, Kinder 6,20 €).

image Info: geöffnet März bis Ende Okt. Mo bis Fr 10–16 Uhr, Juli/August zusätzlich So 10–16 Uhr, im Winter Mo bis Mi 10–15 Uhr. Eintritt: Erw. 22 Dkr., Kinder 4–13 Jahre 11 Dkr., unter 4 Jahren frei. Havnebyvej 30, Tel. 7475 5257, www.tonnisgaard.dk.

image Im Mini-Museum hinter dem Naturcenter lässt sich die Entstehungsgeschichte der Insel verfolgen, allerdings nur im Sommer (Mo bis Fr 10–16 Uhr).

Kirche St. Clemens

Die St.-Clemens-Kirche Kirkeby stammt ungefähr aus dem Jahr 1200, wurde im 17. und 18. Jahrhundert ausgebaut und weist einige schöne Schiffsmodelle aus der Zeit des Walfangs auf – „hübsche Kirchenschiffe“, sagt die dänische Broschüre. Sehenswert auch der Kirchhof mit den alten Kapitänsgräbern und denen von deutschen und englischen Piloten, die im Krieg fielen. Die Besichtigung der Kirche (Mo bis So 8–16 Uhr) ist kostenlos. Am Abend finden des Öfteren klassische Konzerte statt.

Rømø Fuglemuseum

Wer ausgestopfte Vögel begutachten will, kann dies in dieser Ausstellung in Toftum tun (180 Arten, Wattenmeervögel, teils auch ausgestorbene Arten).

Gestrandete Wale

Im März 1996 kam es auf Rømø zu einem ungewöhnlichen Ereignis. 16 riesige Pottwale trieben im nördlichen Bereich des Strandes an. Die Tiere, allesamt jung und männlichen Geschlechts, maßen zwischen 12 und 13 Metern und wogen bis zu 25 Tonnen pro Exemplar. Sie waren schon mehrere Tage tot.

Es war die größte Walstrandung in der Geschichte Dänemarks und die zweitgrößte in Europa, nur übertroffen von 18 Pottwalen, die 1723 in der deutschen Elbmündung aufs Trockene gerieten. (Es handelt sich jedoch keineswegs um die größte der Welt. Diese fand 1946 im argentinischen Mar del Plata statt, als 835 Tiere strandeten.)

Auf Rømø fanden sich Scharen von Schaulustigen ein, zum Teil von weither. Die meisten fuhren mit dem Auto vor, auf Rømø darf man’s ja, und begutachteten das Spektakulum vom Spontanparkplatz am Strand aus. Auch wurden viele Safaribilder gefertigt – Fuß auf dem zerfließenden 25-Tonnentier, dahinter kühn der Geländewagen –, bevor man die Kadaver zerlegte und einer Verbrennungsanlage zuführte. Ein Skelett und ein Schädel verblieben auf der Insel; sie sind heute im Kommandørsgård bzw. im Naturzentrum Tønnisgård zu besichtigen.

Weshalb genau Wale stranden, ist nicht bekannt. Schon Aristoteles zerbrach sich den Kopf darüber, kam aber zu keinem rechten Schluss. Bei den Rømø-Walen vermutete man, dass sie „höchstwahrscheinlich die Orientierung im flachen Gewässer nordwestlich der Insel verloren und starben“. Aber so einfach machen es sich rechte Walforscher nicht.

Unklar ist, warum Wale immer an Stränden anlanden und nie an anderen Küsten. Sollte Absicht dahinterstecken? Der amerikanische Wissenschaftsautor Richard Ellis hält es für einleuchtend, dass kranke Tiere flache Strände aufsuchen, um dort ohne die Qual des Ertrinkens zu verenden. Die Herde folgt dem sterbenden Tier, entweder um es zu „trösten“ oder zu beschützen, und geht dabei, gewollt oder ungewollt, selbst zugrunde.

Und noch ein Erklärungsansatz sei genannt, der eine ausschließliche Anlandung an Stränden plausibel macht. Das „Verlieren der Orientierung“ spielt dabei in der Tat eine Rolle. Bei manchen Meerestieren hat man nämlich beobachtet, dass das Eindringen von Sandkörnern in gewisse Kopforgane unter bestimmten Bedingungen zu Beeinträchtigungen der Navigationssysteme führt. Nicht durch mechanisches Versperren à la „Sand im Ohr“, sondern durch die Bewegungen der Körner im System. Vielleicht ist es bei Walen ebenso, aber auch das ist nur eine Hypothese.

image Info: geöffnet Mai bis Oktober Di bis So 10–17 Uhr. Eintritt: Erw. 20 Dkr., Kinder bis 12 Jahre 10 Dkr. Thadesvej 1, Tel. 2396 7801, www.roemoefuglemuseum.123hjemmeside.dk.

Sport und Aktivitäten

7 Kommandørgården Islændercenter, großer Reiterhof mit Reithalle und 100 Islandpferden. Angeboten werden Reitferien oder auch geführte Reittouren, z.B. Halbtagestour (5 Std. Reiten) inkl. Picknick/Getränke über Rømø für 86 €. Spezielle Kurztouren für Kinder. Reiten auch im Winter. Kutschfahrten. Urlaub mit dem eigenen Pferd möglich. Das dazugehörige Ferienzentrum Kommandørgården bietet Hotel, Camping, Hütten, Ferienwohnungen und ein Wellnesscenter (siehe „Übernachtung“). Borrebjergvej 15, Tel. 7475 5122, www.kommandoergaarden.dk.

6 Reiterhof Thomsen, Reiten am Strand oder durch Wald und Heide, alles ist möglich. Gruppengröße max. 7 Pers. Wer etwas Reiterfahrung mitbringt, kann auch mit einem Islandpferd ausreiten. Strandausritt (1½–2 Std.) ab 250 Dkr. Pferdepension vorhanden. Es werden auch Unterkünfte in der Nähe des Stalls vermietet. Vråbyvej 9, Tel. 7475 6880, www.sigurd-thomsen.com.

10 Rømø Cykler, Fahrrad- und Strandsegler-Verleih in Havneby, ab einer Fahrradleihdauer von 5 Tagen kostenloser Bring- und Holservice. Pannenservice. Verkauf und Werkstatt. 3-/7-Gang-Fahrräder, Mountainbikes, E-Bikes, Tandem-Räder, Kinderfahrräder. Preis ab 60 Dkr./Tag. Online-Buchung möglich. Nørre Frankel 1B, Tel. 8893 5040, www.romocykler.dk.

image Rømø Golfklub, 18-Loch-Golfplatz in Havneby beim Enjoy Resorts (Greenfee Erw. 350 Dkr.). Golfer, die in keinem Club Mitglied sind, können auf einem 9-Loch-Platz ihrem Sport nachgehen (Pay & Play Erw. 200 Dkr./Tag). Gäste des Enjoy Resorts erhalten Rabatt. Vestergade 31, Tel. 2425 3901, www.romogolfklub.dk.

image Strandsegeln, nur erlaubt auf dem Südstrand, rund 2 km2 freie Fläche, die vor Ort ausgewiesen ist. Strandsegler-Verleih siehe Rømø Cykler. Kursangebot z.B. unter www.sylt-eventshop.de.

image Besonders beliebt ist auf Rømø auch das Fahren mit Drachen- bzw. Kitebuggys. Manche Sportfreunde reisen mit schwerem Gerät an, um auf dem Strandsegelgelände schirmgetrieben loszubrettern. Reserviertes Areal am Südstrand. Keine Lizenz notwendig.

image Mögliche Plätze zum Angeln sind der Fischereihafen von Havneby oder der Angelteich bei Juvre im Norden der Insel (Rømø Fiskesø, Vestervej 46; Forellen, Aale und Karpfen). Weitere Infos zu diesem Thema und zum notwendigen Angelschein im Tourismusbüro in Havneby.

Feste und Events

Internationales Drachenfestival

Alljährlich am ersten Wochenende im September füllt sich der Himmel über Rømø mit Tausenden farbenprächtigen Drachen. Die spektakuläre Veranstaltung zieht Zehntausende Besucher an und ist eines der größten Events seiner Art in Nordeuropa.

Praktische Infos

Touristeninformation

image Nørre Frankel 1, Havneby, Tel. 7475 5130, www.romo.dk, ganzjährig geöffnet, im Sommer auch sonntags.

Verkehr und Transport

image Man erreicht Rømø entweder per Auto oder Bus über den 1948 fertiggestellten, 9 km langen Festlandsdamm. Kundige Automobilisten nutzen diese Route, um nach Sylt zu fahren, denn sie ist billiger und unkomplizierter als der Autozug nach Westerland.

image Ausgangspunkt für Rømø-Fahrer im Bus ist der Ort Skærbæk, und von dort gibt es wiederum Verbindungen nach Åbenrå/Rødekro sowie eine Eisenbahnstrecke nach Esbjerg.

image Eine andere Alternative, zumindest für Urlauber ohne Auto, ist die Anreise per Fähre von Sylt; in der Hauptsaison gibt es bis zu neun tägliche Abfahrten von List. Infos dort unter Tel. 0461/864 601 oder www.syltfaehre.de.

Fortbewegung auf Rømø

image Busse verkehren auf der Längsachse der Insel und nach Skærbæk, dort gibt es eine Bahn nach Esbjerg oder Tønder.

image Sehr zu empfehlen sind Leihräder.

image Die weitgehend im Naturzustand belassenen Wanderwege auf Rømø sind für Rollstuhlfahrer wie auch für Kinderwagenschieber nicht geeignet.

Übernachtung

10 Havneby Kroimage, das Gasthaus nahe am Meer (mit Restaurant) bietet behagliche Zimmer, die mit Nr. 6 und 7 haben die schönste Aussicht. Preis inklusive Frühstück. Außerdem werden zwei behindertengerechte Wohnungen (65 m2) im Erdgeschoss vermietet. Skansen 3, Havneby, Tel. 7475 7535, www.havneby-kro.dk.

7 Ferienzentrum Kommandørgårdenimage-image, Urlauber können in Hotelzimmern mit Terrasse oder Balkon übernachten, Preise inklusive Frühstücksbüfett. Selbstversorger entscheiden sich für die voll ausgestatteten Wohnungen (25–70 m2) oder die Hütten (16–32 m2); die kleinste Hütte besitzt kein eigenes Bad. Gemeinschaftsdusche vorhanden. Wellnesscenter mit Pool, Sauna, Dampfbad. Havnebyvej 201, Tel. 7475 5122, www.kommandoergaarden.dk.

9 Enjoy Resorts Rømøimage, in Havneby liegt diese gepflegte Anlage mit 200 modern und wohnlich eingerichteten Ferienwohnungen für 4, 6 oder 8 Pers. Alle Unterkünfte auf zwei Etagen mit Terrasse und Balkon. Großer Wellnessbereich, außerdem Pool, Kinderpool und Whirlpool. Bowlingbahn. In unmittelbarer Nähe findet sich ein 18-Loch-Golfplatz (www.romo-golfklub.dk). Vestergade 31, Havneby, Tel. 7475 5655, www.enjoyresorts.dk.

5 Bed & Breakfast Hos Else og Keldimage, sieben zweckmäßig eingerichtete Zimmer, teils mit Gemeinschaftsbad. Gemeinschaftsküche mit Kühlschränken. Havnebyvej 110, Tel. 7475 5106, www.hoselseogkeld.dk.

Ferienhäuser/-wohnungen (Vermittlung)