6 September 2020, Bonn, NRW, Deutschland

Mein Freund Platon

Heinz Duthel, M.Ph.

…..sollen die Philosophen Herrscher werden oder die Herrscher Philosophen.

Hallo, mein Name ist Heinz und ich möchte euch von Platons Philosophie erzählen.

Genauer gesagt möchte ich heute Platons idealem State richtig auf den Zahn fühlen und euch darlegen, wie seine Vision aussah, nachdem Platon dargelegt hatte, wie die Erziehung im idealen Staat aussieht und damit vor allen Dingen meinte, vor welch schädlichen Einflüssen die Kinder geschützt werden müssen.

Beginnt er nun zu beschreiben, wer in seinem Staat herrschen soll. Platon entwirft in der Folge ein stammendes Modell mit drei Ständen den Herrschern, den Soldaten und dem dritten Stand, der aus Handwerkern, Bauern und Händlern besteht. Jeder Staat und jeder Bürger hat die Pflicht, zum Gemeinwohl beizutragen, indem er das für den Staat tut, was am ehesten in seiner Natur liegt.

Bei jedem das Seine.

Die Bauern, Handwerker und Händler haben die Aufgabe, alles herzustellen, was der Staat braucht. Die Soldaten sollen den Staat sowohl nach außen als auch nach innen schützen, also militärisch als auch polizeilich. Und die Herrscher sollen herrschen. Normalerweise wird die Standes Zugehörigkeit vererbt.

Allerdings werden die Kinder der Herrscher einer Eignungsprüfung unterzogen und können Zweifel doch eher dem zweiten oder dritten Stand zugeordnet werden. Der Staat plant und lenkt die Fortpflanzung.

Er kann sie sowohl befehlen als auch verbieten zum Wohle der Eugenik und der Bevölkerung. Kontrolle, Wachstums kommen Trolle, Dingsbums, Behinderte und vom Staat unerwünschte Kinder werden ausgesetzt oder ermordet. Das klingt äußerst brutal und ist es auch. Aber es ist jetzt nicht komplett auf Platons Mist gewachsen, sondern war im antiken Griechenland bereits Praxis.

Jedes zweite griechische Drama beginnt damit, dass ein Kind ausgesetzt wird. Weiter im Text Damit die Herrscher und die Soldaten sich nicht gegen das eigene Volk wenden, ist ihnen jeglicher Besitz von Privateigentum verboten. Sie haben keine eigene Wohnung, keine Reichtümer. Sie leben in Gemeinschaften und werden vom dritten Stand mit allem versorgt, was sie so brauchen.

An dieser Stelle müssen sie erinnern, dass Platon und seine Kumpel mehrfach versucht haben, den idealen Staat in Syrakus durchzusetzen. Na, habt ihr eine Idee, woran das eventuell gescheitert sein könnte? Der Verzicht auf Privatbesitz soll deshalb dagegen schützen, dass sich die Herrscher und die Soldaten gegen das eigene Volk wenden, weil er sie unbestechlich macht. Denn wenn man versucht, sie zu bestechen, könnten sie mit den entsprechenden Reichtümern gar nichts anfangen. Das ist eine gute Idee, das muss ich zugeben.

Quasi die platonische Variante von Transparency International. Aber einerseits Musikplattform meiner Meinung nach, wie kreativ Menschen sein können, wenn es um Bestechung geht.

Und andererseits hilft es auch nichts gegen die andere große Gefahr einen Putsch. Am Ende erhöht es wahrscheinlich sogar noch die Wahrscheinlichkeit eines Putsches. Und ich habe wahrscheinlich gesagt Platon lässt an der Macht was auch den Einwand formulieren, dass die Herrscher ihren Job wohl nicht besonders gerne machen würden.

Denn sie haben den ganzen Stress mit dem Regieren, ernten aber nicht die Früchte ihrer Arbeit. Sokrates erwidert das ist doch gar nicht so klar sei, ob zu einem skeptischen Leben nicht am Ende viel glücklicher macht.

Das ist ein klassischer Platon. Askese macht glücklich. Warum hatten die Griechen noch gleich einen Gott mit Dionysos, der ein saufende und Sexpartys feiernde Hippie Jesus war?

Na gut, Sex will Platon zumindest diesmal nicht verbieten.

Aber es komme am Ende nicht auf das Glück der Herrscher an, so Platon, sondern auch das gesamtwohl im Staat.

Wenn dafür eine kleine Gruppe zurückstecken muss, dann ist das vertretbar. Darin steckt das Prinzip, dass zweitausend Jahre später unter dem Begriff Utilitarismus bekannt werden sollte