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Titelseite

Inhalt

Zeit fürs Training!

Eine wichtige Entdeckung

Das goldene Ei

Nichts wie weg!

Im Feuer geboren

Grey erzählt

Angriff der Tiger-Fledermäuse

Ruby

Das Abenteuer ruft!

Die Feuerinsel

Übers Wasser

Unerwünschter Besuch

Spione?

Im Vulkan

Der Stein der Macht

Die Reise geht weiter

 

Für Maddie, Piper und Riley. – KC

Ich danke meinen Eltern, die mir gezeigt haben,

wie wertvoll Kunst ist. – JN

Prolog

Im verborgenen Land Perodia liegt der Wald von Valor – ein Ort voller Magie und Licht. Dort führt eine weise alte Eule namens

Grey die Eulen von Valor an.

Diese tapferen Kämpfer beschützen die Geschöpfe des Waldes. Doch eine unheimliche Dunkelheit breitet sich über Perodia aus und lässt die Magie des Waldes und das Licht verblassen …

Der mächtige alte Geier Burung herrscht über den Schatten, einen dunklen Zauber.

Er benutzt ihn, um Perodia zu vernichten – und somit die Heimat aller, die dort leben. Die Flüsse trocknen aus und die Bäume verlieren ihre Blätter. Burung wird nicht aufhören, ehe Perodia zerstört ist.

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Talon, eine kleine Schleiereule, träumt davon, eine Eule von Valor zu werden. Er möchte seinen Wald beschützen und Burung und dessen Armee von Spionen bekämpfen. Doch dazu braucht Talon mehr als Mut und Tapferkeit. Denn nur die hellste Magie kann die Dunkelheit bezwingen.

Kapitel

Zeit fürs Training!

Tra-raaa! Der Klang eines Horns schallte durch den Wald von Valor.

Talon sah zu, wie Eulen aller Größen von den Bäumen herabschwebten.

Zeit für’s Training!, dachte er aufgeregt.

Er hüpfte von seinem Ast und schloss sich einer Gruppe junger Eulen an.

Maximus, der Kommandant der Eulen von Valor, stand in der Mitte des Lagers.

„Ihr seid hier, um zu lernen, wie man kämpft“, verkündete er. „Wie ihr wisst, ist unser Wald in Gefahr. Nur die mutigsten Krieger können ihn beschützen. Und nur die tapfersten Kämpfer können Eulen von Valor werden.“

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Talon streckte die Brust heraus. Genau das war sein sehnlichster Wunsch.

„Wählt eure Waffen!“, brüllte Maximus, wie üblich in voller Lautstärke.

Die Waffen waren nebeneinander aufgereiht. Talon stellte sich neben einen Bogen mit Pfeilen – zu groß. Dann hob er ein Schwert an – zu schwer. Er griff nach einem glänzenden Dolch – der war genau richtig.

Und obwohl er sich den kleinsten Schild aussuchte, war der genauso groß wie er!

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Ich werde nicht aufgeben, bis ich stark genug bin, um den größten Schild zu halten!, dachte Talon.

Den ganzen Tag lang trainierte Maximus mit den jungen Eulen, wie man Angriffen auswich. Während Talon mit seinem Dolch Bäume attackierte und sich dabei mit dem schweren Schild abmühte, wurden seine Flügel immer schwächer.

Schuhuuu-huu! Auf einmal schwebte Grey herab und landete neben Maximus. Seine leuchtend gelben Augen funkelten voller Magie.

Die Eulen kamen herbei und warteten darauf, dass ihr Anführer zu ihnen sprach.

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„Ab jetzt ist es allen Tieren verboten, sich den Heulenden Höhlen zu nähern!“, verkündete Grey.

Talon hob seinen zitternden Flügel. „Aber … warum?“, fragte er, denn er liebte es, die Höhlen zu erkunden.

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„Es ist zu gefährlich“, warnte Grey. Er strich mit einem Flügel durch die Luft und ein Bild erschien neben seinem Kopf.

Tiger-Fledermäuse!, erkannte Talon.

Sie hatten große rot glühende Augen und ihre langen scharfen Schnäbel schnappten bedrohlich.

„Burungs Armee der Tiger-Fledermäuse ist in der Nähe der Höhlen gesichtet worden“, sagte Grey. Wieder strich er mit seinem Flügel durch die Luft. Eine dunkle Wolke erschien. In ihrer Mitte hockte Burung, der Herr der Tiger-Fledermäuse.

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Talon erschauerte. Der mächtige alte Geier würde alles tun, um den Wald von Valor zu zerstören.

Das Bild verschwand wieder. Grey breitete seine gewaltigen Schwingen aus und flog davon.

„Trainiert weiter!“, brüllte Maximus. „Sucht euch einen Partner!“

Schell fanden sich die Eulen zu Paaren zusammen und für Talon blieb nur eine große braune Eule namens Bodo übrig. Er hielt seinen Schild hoch und machte sich so groß wie er konnte, als Bodo ihn von oben bis unten musterte.

Der Schild rutschte von Talons müdem Flügel und fiel scheppernd zu Boden.