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KRISTA LESTER

Der kleine Buddha-Hase

Erkenntnisse eines Langohrs
auf dem Weg zur Erleuchtung

Aus dem Amerikanischen übersetzt
von Karin Weingart

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Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel »Bunny Buddhism.

Hopping Along the Path to Enlightment«.

Lotos Verlag

Lotos ist ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH.

ISBN 978-3-641-15357-1
V002

Erste Auflage 2015

Copyright © 2014 by Krista Lester

Illustrationen © by Durell Goofrey

All rights reserved including the right of reproduction in whole or in part in any form.

This edition published by arrangement with Perigree, a member of Penguin Group (USA) LLC, a Penguin Random House Company.

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe 2015 by Lotos Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München.

Alle Rechte sind vorbehalten.

Einbandgestaltung: Guter Punkt, München unter Verwendung eines Motivs von Markus Weber

Inhaltsverzeichnis

Die Weisheit des kleinen Buddha-Hasen

Für meine Eltern

4B5AA9691C7947F88A3EA6F104C482C8.jpg  Einleitung  

Vor ein paar Jahren hatte ich wieder einmal das mir vertraute Gefühl, alles wäre sinnlos und ich würde auf ewig unglücklich bleiben. Wann immer sich dieses Empfinden einstellte, überschattete es mein gesamtes Leben, und das über Wochen, Monate oder sogar Jahre hinweg. Wie gewohnt machte ich mich auch diesmal auf Depressionen, Ängste, Panikattacken und unerklärlichen körperlichen Schmerzen gefasst. Aber irgendetwas war ein kleines bisschen anders als sonst. Ich hatte die Nase voll. Hatte genug davon, mich ständig von meinen Gedanken hin und her schubsen zu lassen. Ich war entschlossen – felsenfest entschlossen –, das Ruder meines Lebens in die Hand zu nehmen und den Teufelskreis des Jammers ein für alle Mal zu durchbrechen.

Da mir keine bessere Idee kam, setzte ich mich hin und versuchte eine Liste all der Dinge zu erstellen, die mich zum Lächeln bringen. »Übung macht den Meister« war schon immer mein Motto, und so dachte ich mir, ich könnte vielleicht durch ein beherztes Lächeltraining lernen, glücklich zu werden. Das hörte sich zwar auch für mich selbst ein bisschen komisch an, doch ich nahm mir ganz fest vor, es so lange zu versuchen, bis sich die Theorie entweder als falsch erwies oder mir etwas Besseres einfiel. Ich musste intensiv – also wirklich intensiv – nachdenken, ehe ich überhaupt etwas fand, was ich in die Liste aufnehmen konnte. Aber dann kam mir Lloyd in den Sinn, mein verstorbenes Häschen, das ich aus dem Tierheim zu mir geholt hatte. Bei der Erinnerung an das Tier kamen mir die Tränen, aber ich musste auch lächeln. So wurde das Häschen zum ersten Punkt auf meiner Liste.

Beim zweiten kam ich noch einmal richtig ins Stocken und musste mir einen anderen Ansatz suchen. Ich versuchte mir vorzustellen, wer lächelte, und war geschockt, als mir das Bild eines lächelnden Buddha erschien. Das fand ich sehr verwirrend. Vom Buddhismus hatte ich nicht den Schimmer einer Ahnung, aber jetzt war ich fasziniert. Also besorgte ich mir ein paar Bücher, fing an zu meditieren. Und irgendwann landete auch der Buddhismus auf meiner Liste. Bereits die ersten Bücher, die ich darüber las, überzeugten mich, dass Meditation und der wiederholte Gebrauch bestimmter Nervenbahnen die Struktur des Hirns verändern können. Allmählich begann ich tatsächlich daran zu glauben, dass ich mir das Lächeln durch simples Training zu einer festen Angewohnheit würde machen können. Feierlich gelobte ich daher, auf absehbare Zeit mindestens einmal pro Tag an die beiden wesentlichen Punkte auf meiner Liste zu denken. Um diesem Vorhaben mehr Nachdruck zu verleihen und meine immer zahlreicher werdenden »Lächelergebnisse« festzuhalten, beschloss ich, meine buddhistischen Häschen-Erkenntnisse zu twittern.

Unter den Ersten, die mich inspirierten, waren einige der großen zeitgenössischen Buddhisten, vor allem Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Thich Nhat Hanh, Pema Chödrön, Yongey Mingyur Rinpoche und Ezra Bayda. Aber es dauerte nicht lange, bis ich auch die ursprünglichen, alten buddhistischen Texte las. Um meditieren zu lernen, hörte ich Jon Kabbatt-Zinn und besuchte Meditationskurse bei Profound Existence, der Bostoner Niederlassung von Noah Levines Dharma Punx – einer Gruppe inspirierender Menschen, mit denen ich mich identifizieren konnte. Darüber hinaus fand ich Anregungen sowohl im Taoismus und Christentum als auch bei historischen Gestalten, deren Gedanken dem Buddhismus sehr nahekommen. Schließlich aber erhielt ich die meiste Inspiration von Leuten, die meine Tweets lasen und zurücktwitterten. Ihnen allen bin ich zu großem Dank verpflichtet, genau wie auch vielen anderen, die in einem enormen Maß dazu beigetragen haben, meinen Glauben an die Menschheit wiederherzustellen, und mir halfen, das Lächeln nie zu vergessen.

Jetzt, einige Jahre später, ist der Häschen-Buddhismus ein wichtiger Bestandteil meines Alltags. Wie sich herausgestellt hat, ist es dem bisschen Positivität, das ich in die Welt gepostet habe, gelungen, sich zu vermehren. Diese Erfahrung hat meinen gesamten Blick auf das Leben verändert. Obwohl ich sehr viel gelernt habe, kann ich von mir immer noch nicht behaupten, eine große Buddhistin zu sein. Doch ich gebe mir alle Mühe, dem Geist des Friedens und des Mitgefühls treu zu bleiben, von dem ich denke, dass er das Herzstück des Buddhismus darstellt. Und mit diesem Buch verfolge ich dieselbe Absicht, die ich von Anfang an hatte: ein Lächeln zu erzeugen – in der Hoffnung, dass es ein weiteres nach sich zieht und noch eins und noch eins.

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Erkenne, was dich voranbringt und

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