Dr. Piers Steel

Der Zauderberg

Warum wir immer alles auf morgen
verschieben und wie wir damit aufhören

Aus dem kanadischen Englisch
von Dr. Jürgen Neubauer

BASTEI ENTERTAINMENT

Für meinen Bruder Toby.
Er wusste, dass die Uhr immer tickt.

Ein Wort vorab

SchmucklinieAufschieben ist das Thema meines Lebens, beruflich wie privat. Das kommt nicht von ungefähr, denn Forschung ist immer auch ein bisschen Selbsterforschung. Viele Wissenschaftler sind mit ihrem Forschungsgebiet bestens vertraut: Sie untersuchen ihre eigenen Probleme. Ich kann nur zu gut nachempfinden, wie sich chronische Aufschieber fühlen, denn ich war selbst lange einer.1a Seither habe ich es mit der Aufschieberei weit gebracht, ich coache angehende Manager, und an der Wand meines Büros hängen alle möglichen Auszeichnungen und Urkunden für meine Arbeit in Forschung und Lehre. Aber die meiste Zeit meines Lebens hatte ich das Gefühl, dass mein Potenzial ungenutzt verkümmerte. Ich war frustriert, weil ich meine guten Vorsätze, mich endlich zu ändern, nie durchhielt. Wenn ich Leute kennenlernte, die es weiter gebracht hatten als ich, führte mir dies meine eigenen Unzulänglichkeiten besonders schmerzhaft vor Augen, entmutigte mich und weckte ungerechte Ressentiments. Glücklicherweise interessierte ich mich für ein Gebiet, in dem es um die Frage geht, wie wir Veränderungen in unserem Leben und unserer Arbeit bewirken können. Diese Erkenntnisse habe ich Schritt für Schritt für mich selbst umgesetzt.

Mein Spezialgebiet ist die Arbeits- und Organisationspsychologie, die sich mit unserem Denken und Handeln am Arbeitsplatz beschäftigt. Diese Disziplin geht der Frage nach, wie wir unsere Leistung, unsere Zufriedenheit und unsere Motivation rund um die Arbeit steigern können. Leider sind viele der Techniken, die Psychologen auf diesem Gebiet entwickelt haben, nie in die Öffentlichkeit vorgedrungen. Sie schlummern verschüttet in obskuren wissenschaftlichen Zeitschriften und sind in einem Fachchinesisch geschrieben, das nur Eingeweihte verstehen. Das Thema Aufschieben macht da keine Ausnahme. Wirtschaftswissenschaftler und Neurologen haben zwar mehr als achthundert Artikel in allen möglichen Sprachen verfasst, aber die zu finden und vor allem zu verstehen ist keine leichte Aufgabe.1 Hier komme ich ins Spiel. Um das Aufschieben zu erforschen, habe ich zweierlei getan: Erstens habe ich eigene Experimente angestellt, die ich Ihnen im Laufe dieses Buches vorstelle. Auf diese Weise konnte ich neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie und warum wir Dinge aufschieben und eigene Theorien aufstellen. Und zweitens habe ich die Berge von Artikeln aus den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen ausgewertet. Dabei hatte ich das Glück, über eine neue Technik namens »Metaanalyse« zu stolpern.

Bei der Metaanalyse handelt es sich um eine mathematische Methode, mit deren Hilfe Wissenschaftler Tausende von Untersuchungen auswerten und das Wesentliche herausdestillieren können. Sie ist heute ein entscheidender Motor der Wissenschaft und kommt auf allen Gebieten zum Einsatz. Wenn Sie beispielsweise zum Arzt gehen, um sich wegen Asthma oder Alzheimer behandeln zu lassen, dann ist die Behandlungsmethode vermutlich das Resultat von solchen Metaanalysen.2 Ich hatte die Chance, an der Entwicklung dieser Methode mitzuarbeiten, habe Software dafür erdacht und meine, ich habe ein gewisses Händchen dafür.3 Daher lag der Gedanke nahe, mithilfe dieser neuen Methode die umfangreiche Literatur zum Thema Aufschieben auszuwerten. Das war allerdings eine gewaltige Aufgabe, denn Wissenschaftler haben jeden erdenklichen Ansatz aufgefahren, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen. Sie haben Laborversuche durchgeführt, Tagebücher gelesen, mit Neurotransmittern hantiert und Gene entschlüsselt. Sie haben das Aufschieben in allen erdenklichen Situationen und Schauplätzen beobachtet, von Flughäfen bis zu Einkaufszentren. Sie haben ganze Klassenzimmer verkabelt, um jedes Blinzeln jedes Schülers aufzuzeichnen. Sie haben Aufschieber aller Art untersucht, von Tauben über Ungeziefer bis zu Politikern. Bei dem Versuch, diese verschiedenen Forschungen und Artikel unter einen Hut zu bringen, habe ich mich oft gefühlt wie der Dirigent eines Orchesters im Irrenhaus. Die Streicher, Bläser und Schlagzeuger spielten zwar alle dieselbe Melodie, aber in unterschiedlichen Räumen und mit unterschiedlichen Rhythmen und Tonarten. Meine Aufgabe war es, dieses Durcheinander irgendwie in Musik zu verwandeln.

Dabei bin ich zu Erkenntnissen gelangt, die Sie vermutlich überraschen werden und die alle herkömmlichen Theorien über das Aufschieben über den Haufen werfen. Einige meiner Untersuchungen habe ich in Fachzeitschriften wie dem Psychological Bulletin veröffentlicht, andere sind in Magazinen und Tageszeitungen in aller Welt erschienen. Doch die meisten Erkenntnisse veröffentliche ich hier zum ersten Mal. Unter anderem habe ich festgestellt, dass wir das Aufschieben lange vollkommen falsch diagnostiziert und falsche Ursachen dafür verantwortlich gemacht haben. Die wahren Ursachen des Aufschiebens sind zum Teil genetischer Natur und in unserem Gehirn angelegt, weshalb das Phänomen in sämtlichen Kulturen und Epochen bekannt war. Doch auch die Umwelt spielt eine wichtige Rolle: Sie ist zwar nicht dafür verantwortlich, dass wir aufschieben, sehr wohl aber dafür, wie gern und wie häufig. Und gerade in unserer modernen Gesellschaft ist die Aufschieberitis zu einer regelrechten Epidemie geworden.

Aber ich habe mich natürlich nicht nur mit der Frage beschäftigt, warum wir aufschieben. Ich habe auch Strategien entwickelt, die wir im Alltag – in der Schule, am Arbeitsplatz und in unserem Privatleben – anwenden können, um unsere angeborene Saumseligkeit zu überwinden. Ein dickes Brett? Das kann man wohl sagen. Deswegen habe ich auch ein paar Jährchen gebraucht, um dieses Buch fertigzustellen. Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass Sie nach der Lektüre besser verstehen, wie Sie Ihre Zeit verwenden und verschwenden.

Kapitel 1

Porträt eines Aufschiebers

Verschiebe nichts auf morgen, was du auch auf übermorgen verschieben kannst.
Mark Twain

SchmucklinieIn diesem Buch geht es um jedes Versprechen, das Sie sich je gegeben und nicht gehalten haben. Es geht um jedes Ziel, das Sie sich gesetzt und nicht erreicht haben, weil Sie sich nicht dazu aufraffen konnten. Es geht um all die abgebrochenen Diäten, all die durchgearbeiteten Nächte vor einer Deadline und all die enttäuschten Blicke anderer – von denen im Spiegel ganz zu schweigen. Es geht darum, was es bedeutet, sich als der Faulpelz der Familie und der Versager im Freundeskreis zu fühlen. Es geht um die bleierne Last der unerledigten Aufgaben, von den nicht bezahlten Rechnungen bis zum Chaos in Ihrer Wohnung. Es geht um den Arztbesuch, den Sie vor sich herschieben, und um Ihre Finanzen, die Sie immer noch nicht in Ordnung gebracht haben. Es geht um Bummeleien, Verzögerungen, Versäumnisse, vertane Chancen und vieles mehr.

Sogar um sehr vieles mehr. In diesem Buch geht es nämlich auch um die andere Seite. Es geht um die Momente, in denen Ihre Trägheit plötzlich der Klarheit und Konzentration weicht, in denen Sie Dinge ohne jedes Zögern erledigen und es Ihnen nicht einmal in den Sinn kommt aufzugeben. Es geht um Ihre persönliche Veränderung und darum, wie Sie Ihre Ziele umsetzen können, ohne sich dabei selbst ein Bein zu stellen, und wie Sie nach getaner Arbeit ohne Schuldgefühl Ihre Freizeit genießen können. In diesem Buch geht es darum, wie Sie Ihr Potenzial ausschöpfen können, statt es brachliegen zu lassen, und wie Sie sich Ihre Träume verwirklichen, statt sie zu vergessen. Es geht vor allem darum, wie Sie Ihr Leben in die Hand nehmen, statt es aufzuschieben.

Wenn wir unsere Vorsätze vergessen und unsere Ziele nicht erreichen, dann ist oft unsere Aufschieberitis schuld. Aufschieben hat nichts mit Faulheit zu tun, auch wenn die beiden gern verwechselt werden. Anders als hartgesottene Faulpelze wollen Aufschieber ihre Aufgaben erledigen, und irgendwann schaffen sie es schließlich auch, aber oft nur unter immensen Qualen. Wie wir noch sehen werden, ist unsere Saumseligkeit zum Teil erblich bedingt und in unseren Genen angelegt. Unsere Neigung, Dinge von einem Tag auf den anderen zu verschleppen, geht Hunderte Millionen Jahre zurück und ist fast schon ein fester Bestandteil des Menschseins. Aber nur fast, denn wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass wir unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen ändern können. Wenn chronische Aufschieber den Grund für ihre Untätigkeit verstehen, dann können sie sie auch überwinden. Sie müssen sich nicht mehr vor Terminen fürchten und haben bessere Chancen, sie einzuhalten.

Dieses Buch erzählt die Geschichte des Aufschiebens. Sie beginnt im alten Ägypten und endet in der modernen Metropole, sie reicht von der Krebsklinik bis zur Börse. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie besser erkennen, warum Sie aufschieben, wie Sie sich damit schaden und was Sie dagegen unternehmen können. Aber zunächst wollen wir uns ansehen, was Aufschieben überhaupt bedeutet. Sie können herausfinden, ob Sie ein Aufschieber sind, und wenn ja, wie und warum Sie aufschieben. Wenn Sie tatsächlich ein Aufschieber sind – und das ist recht wahrscheinlich –, dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Es wird Zeit, dass wir uns ein bisschen besser kennenlernen.

Was man unter Aufschieben versteht – und was nicht

Da einige Verwirrung darüber herrscht, was Aufschieben ist und was nicht, wollen wir uns das Thema erst einmal genauer ansehen. Aufschieben ist erheblich mehr als die bloße Verlegung eines Termins, obwohl das natürlich auch dazugehört. Zum einen ist mit dem Wort »Aufschieben« ein Vertagen auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft gemeint, doch hinter dem Wort steckt sehr viel mehr. Wir können auch aus Klugheit oder Geduld bestimmte Dinge zeitlich nach hinten verschieben oder weil wir bestimmte Prioritäten setzen, aber das hat nichts mit Aufschieben zu tun. Wenn wir von Aufschieben sprechen, dann schwingt dabei immer etwas Unvernünftiges mit: Wir entscheiden uns aus freien Stücken, eine Aufgabe zu vertagen, obwohl wir genau wissen, dass wir uns damit selbst Schaden zufügen. Wenn wir aufschieben, dann handeln wir also wissentlich gegen unsere eigenen Interessen.

Trotzdem verwechseln viele Menschen die kluge Verlegung eines Termins mit Aufschieben. Wenn Sie einen Arbeitskollegen sich entspannt in seinem Bürostuhl flegeln sehen und ihn fragen, was er da macht, dann antwortet er vielleicht: »Ich betreibe Arbeitsvermeidung!« Aber das muss nicht unbedingt stimmen. Vielleicht lässt er die Arbeit an einem Bericht liegen, weil sein Projekt wahrscheinlich im Laufe der Woche gekippt wird; und wenn nicht, na ja, dann hat er immer noch Zeit, seinen Bericht auf den letzten Drücker fertigzustellen. Das ist klug. In dieser Situation wäre es unvernünftig, den Bericht so schnell wie möglich zu schreiben, nur um ihn ein paar Tage später in den Papierkorb zu werfen. Der Besessene, der jede Arbeit sofort anpackt, kann genauso unvernünftig handeln wie der chronische Aufschieber, der alles kurz vor knapp erledigt. Keiner von beiden teilt sich seine Zeit klug ein.

Sie sind also kein Aufschieber, wenn Sie weder als Erster auf einer Party erscheinen noch drei Stunden vor dem Abflug am Flughafen sind. Wenn Sie ein bisschen später kommen, ersparen Sie sich peinliche Momente mit Ihren Gastgebern, die vielleicht letzte Vorbereitungen treffen, oder langweilige Stunden am Flughafen. Es hat auch nichts mit Aufschieben zu tun, wenn Sie eine Aufgabe liegen lassen, um auf einen Notfall zu reagieren. Es wäre vermutlich nicht sonderlich intelligent, den Rasen fertig zu mähen, während gleichzeitig Ihr Haus abbrennt. Sie können sich zwar nachher nicht vorwerfen, dass Sie sich vor der lästigen Gartenarbeit gedrückt haben, aber die verkohlte Ruine Ihres Hauses wäre ein hoher Preis. Wenn Sie beispielsweise flexibel auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder oder Ihres Partners reagieren, dann kann das Ihrer Familie sehr nutzen. Sie können nicht alles gleichzeitig erledigen. Ob wir von Aufschieben sprechen oder nicht, hat also nicht mit der zeitlichen Verzögerung an sich zu tun, sondern mit Ihrer Entscheidung, was Sie in diesem Moment erledigen und was Sie vertagen.

Sind Sie ein Aufschieber?

Nachdem wir also geklärt haben, was Aufschieben bedeutet, stellt sich die Frage, ob und wie ausgiebig Sie es praktizieren. Sind Sie ein Gelegenheitsbummler, oder steht Ihnen das Wort »morgen« auf die Stirn tätowiert? Es gibt einige recht unterhaltsame Möglichkeiten, Ihre persönliche Aufschiebeneigung zu ermitteln. Sie könnten sich zum Beispiel Ihre Handschrift ansehen: Eine schleppende und zerrissene Schrift gilt als Hinweis auf eine entsprechende Persönlichkeit. Oder Sie können die Sterne befragen: Astrologen behaupten, Merkur in Opposition zum Jupiter deute auf einen zögerlichen Charakter hin.1 Sie können sich natürlich auch Tarotkarten legen lassen: Die Zwei der Schwerter legt nah, dass Sie unentschlossen und häufig in Widersprüchen gefangen sind. Ich persönlich bevorzuge eine wissenschaftliche Methode.

Auf meiner Website www.procrastinus.com finden Sie einen umfassenden Test, an dem inzwischen Zehntausende teilgenommen haben. Mithilfe dieses Tests können Sie Ihre Aufschieberitis mit Menschen in aller Welt vergleichen. Wenn Sie keine Zeit haben und die Antwort nicht aufschieben wollen, dann können Sie den folgenden, vereinfachten Fragebogen ausfüllen. Beachten Sie, dass bei den Fragen 2, 5 und 8 die Punkte in umgekehrter Reihenfolge vergeben werden.

Trifft nicht / selten / gelegentlich / oft / immer zu

1    Ich schiebe Arbeiten über das vernünftige Maß hinaus auf.

        1        2        3        4        5 ______

2    Ich erledige alles zu dem Zeitpunkt, zu dem es meiner Ansicht nach erledigt werden muss.

        5        4        3        2        1 ______

3    Ich bereue es oft, eine Aufgabe nicht früher erledigt zu haben.

        1        2        3        4        5 ______

4    Bestimmte Fragen meines Lebens schiebe ich auf, obwohl ich weiß, dass ich mir damit selbst schade.

        1        2        3        4        5 ______

5    Wenn ich eine wichtige Aufgabe zu erledigen habe, dann lasse ich unwichtigere Dinge zunächst liegen.

        5        4        3        2        1 ______

6    Bestimmte Aufgaben schiebe ich so lange auf, dass mein Wohlbefinden oder meine Effizienz unnötig darunter leiden.

        1        2        3        4        5 ______

7    Ich habe abends oft das Gefühl, ich hätte meinen Tag besser nutzen können.

        1        2        3        4        5 ______

8    Ich nutze meine Zeit klug.

        5        4        3        2        1 ______

9    Wenn ich eine Sache tun sollte, dann tue ich eine andere.

        1        2        3        4        5 ______

Summe: _____

Punktzahl    

Sie befinden sich unter    

 

5–19    

den untersten 10 Prozent    

Ihr Mantra lautet: »Das Wichtigste zuerst.«    

20–23    

den untersten 10 bis 25 Prozent    

 

24–31    

dem Mittelfeld    

Sie sind ein durchschnittlicher Aufschieber.

32–36    

den obersten 10 bis 25 Prozent    

 

37–45    

den obersten 10 Prozent    

Ihr Lieblingswort ist »morgen«.

Wo stehen Sie? Sind Sie berüchtigt dafür, alles bis zum letzten Moment liegen zu lassen? Oder drücken Sie sich nur vor dem Gang ins Fitnessstudio und Ihrer Steuererklärung, wie die meisten anderen Sterblichen auch?

Die Schieberpolka

Je mehr Punkte Sie in diesem Aufschiebetest erzielt haben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie just in diesem Moment irgendeine Arbeit verschleppen. Irgendetwas sollten Sie vermutlich gerade erledigen. Das bedeutet leider auch, dass Sie gerade Besseres zu tun haben, als dieses Buch zu lesen. Diese Aufgaben sind vermutlich unangenehm, langweilig, bürokratisch, und vielleicht haben Sie sogar Angst, sie nicht bewältigen zu können. Lassen Sie mich raten:

Sie können diese Liste natürlich ganz nach Belieben ergänzen. Selbst wenn Sie sich von keinem dieser Punkte direkt angesprochen fühlen – irgendetwas schieben Sie mit Sicherheit gerade vor sich her. Für sich genommen hat jede vertagte Tätigkeit kaum Auswirkungen. Zusammengenommen können sie an Ihnen nagen und Ihnen das Leben zur Hölle machen. Das Riesenprojekt mit der knappen Deadline ist nur der schlimmste aller Alpträume, der Sie nachts nicht schlafen lässt und Sie daran hindert, all die anderen Punkte auf Ihrer Liste zu erledigen. Jeder von uns kennt das Gefühl, sich nicht aufraffen zu können, um einen Bericht zu schreiben, eine Recherche durchzuführen, eine Präsentation vorzubereiten oder für eine Prüfung zu lernen.

Das Muster ist immer dasselbe. Zu Beginn eines wichtigen Projekts haben Sie Zeit in Hülle und Fülle, und Sie freuen sich, wie flexibel Sie sich alles einteilen können. Sie nehmen die Arbeit ein paarmal in die Hand, aber Sie fühlen sich nicht so recht motiviert. Wenn sich die Aufgabe vergessen lässt, dann vergessen Sie sie.

Irgendwann kommt der Tag, an dem Sie sich vornehmen, endlich mit der Arbeit anzufangen. Aber plötzlich verspüren Sie keine rechte Lust dazu. Sie kommen nicht richtig in Tritt. Jedes Mal, wenn Sie sich ans Werk machen wollen, werden Sie durch irgendetwas abgelenkt. Also verschieben Sie die Aufgabe auf einen Tag, an dem Sie mehr Zeit haben, nur um immer wieder festzustellen, dass der nächste Tag auch nur 24 Stunden hat. Sie fragen sich, wieso die Zeit nur so schnell vergeht. Das geht eine ganze Weile so.

Irgendwann stellen Sie fest, dass Sie nicht grenzenlos Zeit zur Verfügung haben. Stunden, die Sie einst sinnlos vergeudeten, sind mit einem Mal ein knappes und wertvolles Gut. Unter diesem Druck fällt es Ihnen schwer, mit der Arbeit anzufangen. Statt das große Projekt in Angriff zu nehmen, verzetteln Sie sich auf Nebenschauplätzen. Sie räumen Ihr Büro oder Ihre E-Mail-Ordner auf, gehen ins Fitnessstudio, kaufen ein und kochen. Eine innere Stimme sagt Ihnen, dass Sie eigentlich Wichtigeres zu tun haben, aber Sie reden sich ein, dass Sie sich damit auf die Arbeit einstimmen. Leider ist es inzwischen schon zu spät geworden, um noch damit anzufangen, also legen Sie sich besser schlafen. Am nächsten Morgen beginnt der Vermeidungskreislauf von Neuem.

Um Ihre wachsende Sorge zu verdrängen, geben Sie sich gelegentlich hemmungslos Ihren Zerstreuungen hin. Sie lesen Ihre E-Mails oder die Sportnachrichten. Und wo Sie schon dabei sind, warum beantworten Sie nicht gleich ein paar E-Mails oder schauen ein paar Minuten fern? Schnell erliegen Sie diesen Verlockungen. Irgendwo in Ihrem Gedächtnis regt sich die Erinnerung an die Aufgabe, aber Sie wollen ihr nicht ins Auge sehen und suchen immer neue Ablenkungen. Sie schreiben lange und leidenschaftliche Beiträge in Onlineforen, lesen die neuesten Nachrichten oder zappen sich manisch durch die Fernsehkanäle. Sie können sich nicht losreißen, und die ursprüngliche Lust weicht einem Gefühl der Ohnmacht.

Je näher die Deadline rückt, desto tiefer verstricken Sie sich in Ihre Vermeidungsstrategien. Aus Furcht vor allem, was Sie an das gefürchtete Projekt erinnern könnte, meiden Sie Kalender und Uhren. Sie stutzen Ihre Pläne zurecht und wollen nun nicht mehr das Beste erreichen, sondern nur noch das Nötigste. Statt konzentriert zu arbeiten, bleiben Sie morgens lange liegen, träumen von einer besseren Welt, vom Lottogewinn oder davon, ganz weit weg zu sein. Während Ihre Sorge wächst, sehen Sie sich nach Ventilen, Fluchtmöglichkeiten oder Belohnungen um – alles, was Ihnen die Illusion von Sicherheit vermittelt. Wenn Freunde oder Kollegen Sie aus Ihren Vermeidungsstrategien reißen wollen, antworten Sie ärgerlich: »Gleich! Ich kümmere mich darum, wenn ich hiermit fertig bin!« Doch was immer »hiermit« ist, Sie werden nie damit fertig. Insgeheim plagen Sie sich mit Vorwürfen und Selbstzweifeln und beneiden Menschen, die ihre Aufgaben scheinbar spielend erledigen.

Der Druck wird immer größer, bis er irgendwann einen kritischen Punkt erreicht und einen inneren Schalter umlegt. Sie fangen an zu arbeiten. Irgendwo im Hinterkopf haben Sie Ihre Aufgabe auf das Wesentliche eingedampft, denn für mehr reicht Ihre Zeit sowieso nicht mehr. Sie krempeln die Ärmel hoch, treffen einige mutige Entscheidungen und machen erstaunliche Fortschritte. Die finsteren Gewitterwolken in Ihrem Kopf weichen einer plötzlichen Klarheit. Sie arbeiten zielstrebig und befeuert von der Dringlichkeit des Jetzt oder Nie. Für einige wenige Glückspilze reicht dieser plötzliche Energieschub aus, um das Projekt zu erledigen. Bei den meisten versickert er jedoch, lange bevor sie das verdammte Ding fertig haben. Nach Stunden der schlaflosen Konzentration schaltet das Gehirn ab. Kaffee und Zucker wirken nicht mehr. Tick – tack – die Zeit ist um. Sie humpeln über die Ziellinie, sind nicht ausreichend vorbereitet und präsentieren der Welt nur einen Schatten dessen, was möglich gewesen wäre.

Dieses Szenario ist so verbreitet, dass es kaum der Erwähnung wert scheint – außer natürlich für diejenigen, dies es durchlitten haben und wissen, dass ihre Leistung weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Die Erleichterung darüber, dass Sie das Projekt endlich abgeschlossen haben, reicht nicht immer aus, um die Erkenntnis zu verdrängen, dass Sie Ihre Sache nicht gut gemacht haben. Und selbst wenn Ihre Arbeit genial war, wird Ihre Freude immer durch das nagende Gefühl getrübt, dass Sie es besser hätten machen können. Ganz zu schweigen von den Abendessen, den Partys und den Urlaubsreisen, die Sie sich vermiest haben, weil Sie mit Ihren Gedanken anderswo waren und sich innerlich mit dem Projekt herumgeschlagen haben, das Sie vermeiden wollten. Deswegen nehmen Sie sich vor, beim nächsten Mal alles anders zu machen, denn der Preis des Aufschiebens ist einfach zu hoch.

Leider ist die Aufschieberei eine hartnäckige Angewohnheit. Statt Ihren Vermeidungsstrategien ins Auge zu sehen, suchen Sie nach Entschuldigungen – Aufschieben und Selbstbetrug gehen oft Hand in Hand.2 Es ist oft schwer, zwischen nicht können und nicht wollen zu unterscheiden, weshalb Sie die Schwierigkeiten betonen, mit denen Sie zu kämpfen hatten: eine schwere Erkältung, eine chronische Müdigkeit oder der Notfall eines Freundes. Sie wälzen die Verantwortung ab und fragen sich: Wer hätte das vorher ahnen können? Wenn Sie eine Situation nicht vorhersehen konnten, dann können Sie natürlich auch nicht verantwortlich gemacht werden, oder? Erinnern Sie sich an Ihren letzten Fall von Aufschieberitis und versuchen Sie, die folgenden Fragen zu beantworten:

Wahrscheinlich wäre die ehrliche Antwort auf alle drei Fragen: Ja, klar, natürlich. Aber es ist schwer, sich diese Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, oder? Und genau das ist das Problem.

Zahlreiche Aufschieber stellen ihre selbstzerstörerische Untätigkeit als wohl überlegte Entscheidung dar. Ist es denn beispielsweise falsch, die Karriere hintanzustellen, um mehr Zeit für die Familie zu haben? Das hängt ganz davon ab, wer Sie sind. Für Workaholics ist alles, was nicht mit der Arbeit zu tun hat, verlorene Zeit, weshalb sie bei Familienfeiern und Theateraufführungen ihrer Kinder fehlen. Andere gehen ganz in der Familie auf und genießen das Zusammensein auf Kosten der Arbeit. Außenstehende können kaum unterscheiden, ob es sich bei einer Entscheidung um einen Fall von Aufschieberitis oder um eine bewusst getroffene Wahl handelt. Das weiß nur der Betroffene selbst.

Insgeheim hoffen viele Aufschieber, dass sie keine Entschuldigung benötigen werden. Sie setzen auf ihr Glück. Das kann durchaus gutgehen. Der Architekt Frank Lloyd Wright entwarf sein Meisterwerk, die Villa Fallingwater, drei Stunden bevor der Investor Edgar Kaufmann kam, um die Zeichnungen zu sehen. In einer panischen nächtlichen Schreiborgie kritzelte Tom Wolfe 49 Seiten für einen Artikel über die kalifornischen Speedcars zusammen, der im Magazin Esquire erscheinen sollte. Der Redakteur Byron Dobell druckte den Text unverändert unter dem Titel »There Goes (Varoom! Varoom!) That Kandy-Kolored Tangerine-Flake Streamline Baby«, und ein neuer journalistischer Stil war geboren. Ich muss Ihnen nicht sagen, dass diese beiden Fälle die Ausnahme sind. Wenn Sie es von vornherein für sinnvoll gehalten hätten, die Arbeit an Ihrem Projekt kurz vor knapp zu erledigen, dann wären Sie ja erst gar nicht in die Situation gekommen, sie vor sich herzuschieben.

Das Profil des Aufschiebers

Vielleicht erleichtert es Sie ja zu erfahren, dass Sie sich als Aufschieber in bester Gesellschaft befinden. Vertagen ist so verbreitet wie die morgendliche Tasse Kaffee. In Dutzenden von Umfragen gestehen 95 Prozent der Teilnehmer, dass sie trödeln, und ein Viertel gibt an, es handele sich um eine chronische und typische Eigenschaft.3 »Nichts mehr aufschieben« ist eines der wichtigsten Ziele, das Menschen in aller Welt in Umfragen angeben.4 Die Aufschieberitis ist ein derart verbreitetes Übel, dass sie ihre eigenen Witze hervorgebracht hat. Die vielleicht beste Entschuldigung für eine verpasste Deadline stammt von der Schriftstellerin Dorothy Parker. Als sie von Harold Ross, dem Herausgeber des New Yorker, gefragt wurde, warum sie einen Artikel nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgeliefert hatte, erklärte sie mit traurigem Augenaufschlag: »Jemand hat den Bleistift benutzt.« Und bestimmt kennen Sie den Aufschieberwitz mit dem längsten Bart. Nein? Den erzähle ich Ihnen später.

Kein Berufszweig ist gegen die Aufschieberitis gefeit, aber Schriftsteller scheinen besonders von ihr betroffen zu sein. Agatha Christie war berüchtigt dafür, dass sie keinen Termin hielt, und Margarete Atwood gestand: »Ich bringe oft den ganzen Morgen damit zu, die Arbeit vor mir herzuschieben und mir Sorgen zu machen, um dann gegen fünfzehn Uhr in einen Schreibwahn zu verfallen.« Auch Redakteure von Nachrichtensendungen sind legendäre Aufschieber. Ted Koppel meinte etwa: »Meine Eltern und Lehrer haben sich die Haare ausgerauft, weil ich mit allem bis zur letzten Minute gewartet habe. Heute sind die Leute begeistert.«5 Im ganzen Alphabet der Berufe bleibt keiner verschont, Astronauten genauso wenig wie Priester, Radiologen oder Zoodirektoren.6 Bedauerlicherweise sind über alle Branchengrenzen hinweg die Aufschieber häufiger arbeitslos als ihre nicht aufschiebenden Kollegen. Männer sind genauso betroffen wie Frauen, obwohl das Y-Chromosom einen leichten Vorsprung hat. Eine Gruppe aus 100 hartgesottenen Vertagern besteht aus 54 Männern und 46 Frauen, was bedeutet, dass acht Männer ohne ihr weibliches Pendant bleiben. Es gibt also reichlich ungebundene Trödler. In der Tat sind Aufschieber eher ledig als verheiratet, aber auch eher getrennt als geschieden, denn sie schieben das Ende genauso auf wie den Anfang. Auch das Alter hat einen Einfluss auf die Aufschieberitis.7 Je näher wir der ultimativen Deadline unseres Lebens kommen, desto weniger schieben wir auf. Körperlich reifere Menschen sind offenbar auch charakterlich reifer.

So interessant diese demografischen Betrachtungen sind, auf der Suche nach Aufschiebern sind sie nicht annähernd so hilfreich wie ein psychologisches Profil. Es gibt in der Tat eine wichtige Charaktereigenschaft, die erklärt, warum wir aufschieben. Aber wahrscheinlich ist es nicht die, an die Sie jetzt denken. Man hört immer wieder, dass Aufschieber Perfektionisten seien, die Angst haben, ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.8 Diese Erklärung klingt auf Anhieb überzeugend und sogar irgendwie tröstlich. Perfektionismus kann einem ja durchaus als eine positive Eigenschaft ausgelegt werden. Das wissen besonders Bewerber, die im Vorstellungsgespräch die Frage »Was ist Ihre größte Schwäche?« beantworten sollen. Doch Perfektionismus ist nicht der Grund für unsere Saumseligkeit. Das haben Untersuchungen an Tausenden Versuchspersonen ergeben. Im Gegenteil, als der Psychologe Robert Slaney seine Perfektionismus-Skala entwickelte, stellte er fest, dass »Perfektionisten mit geringerer Wahrscheinlichkeit aufschieben als Nicht-Perfektionisten – ein Widerspruch zur populären Literatur«.9 Meine Untersuchungen bestätigen diesen Befund: Organisierte, ordentliche und effiziente Perfektionisten trödeln nicht herum.10

Aber warum haben wir dann so lange in der Annahme gelebt, dass Perfektionismus die Ursache der Aufschieberitis ist? Vielleicht weil aufschiebende Perfektionisten eher einen Therapeuten aufsuchen, weshalb sie natürlich in der Forschungsliteratur unverhältnismäßig stark vertreten sind. Nichtperfektionistische Aufschieber (und natürlich auch nichtaufschiebende Perfektionisten) wenden sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit an einen Coach oder Therapeuten. Perfektionisten haben ein größeres Interesse daran, etwas gegen ihre Schwächen zu unternehmen, weil es ihnen vermutlich unangenehmer ist als anderen, wenn sie Dinge vor sich herschieben. Ihr Problem ist also nicht ihr Perfektionismus, sondern die Diskrepanz zwischen ihren Ansprüchen und ihrer Leistung.11 Wenn Sie ein Perfektionist sind und darunter leiden, dass Sie Ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden, dann sollten Sie etwas dagegen unternehmen. Aber dann brauchen Sie ein anderes Buch: Hier geht es ums Aufschieben.

Was ist also wirklich die Ursache des Aufschiebens? Dreißig Jahre lang haben Forscher in Hunderten von Studien den Zusammenhang zwischen den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften und dem Aufschieben untersucht. Dabei haben sie eine Eigenschaft ausfindig gemacht, die wichtiger ist als alle anderen. Die Achillesferse des Aufschiebers ist seine Impulsivität, also das Bedürfnis, alles hier und jetzt haben zu wollen.12 Impulsive Menschen haben Schwierigkeiten mit der Selbstbeherrschung und verlangen nach sofortiger Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Es fällt ihnen schwer, jetzt etwas zu tun, für das sie erst später belohnt werden.13 Unsere Impulsivität hat auch einen Einfluss darauf, wie wir mit dem Stress einer anstehenden Aufgabe umgehen. Für weniger impulsive Menschen ist dieser Stress oft ein innerer Anstoß, ein Projekt frühzeitig anzugehen. Anders für impulsive Menschen: Terminstress provoziert postwendend Vermeidungsverhalten.14 Impulsive Menschen versuchen, die belastende Aufgabe zu umgehen oder sie aus dem Bewusstsein zu verdrängen, was für jemanden, der kurzfristig denkt, eine durchaus vernünftige Strategie ist. Impulsive Aufschieber neigen außerdem dazu, sich schlecht zu organisieren und leicht ablenken zu lassen. Oder um es mit den Worten meines Kollegen Henri Schouwenburg zu sagen, sie leiden unter »schwacher Impulskontrolle, mangelnder Ausdauer, schlechter Arbeitsdisziplin, mangelhaftem Zeitmanagement und einer Unfähigkeit zum methodischen Arbeiten«.15 Das heißt, impulsive Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Arbeit zu planen, und wenn sie schließlich damit anfangen, lassen sie sich leicht ablenken. Die unvermeidliche Folge: Sie schieben auf.

Wie’s weitergeht

Da haben Sie’s also. Die Aufschieberitis ist überall. Sie ist fast so allgegenwärtig wie die Schwerkraft und hat beinahe dieselbe Wirkung. Sie begleitet uns vom frühen Morgen, wenn wir den überquellenden Mülleimer in der Küche stehen lassen, bis zum späten Abend, wenn wir die leergequetschte Zahnpastatube in die Hand nehmen. Im nächsten Kapitel sehen wir uns an, was die Forschung zu unserer irrationalen Aufschieberei zu sagen hat und warum sie so verbreitet ist. Außerdem stelle ich Ihnen eine einfache Formel vor, die diese Dynamik erklärt, und beschreibe Ihnen meine erstaunlichen Erkenntnisse bei der Erforschung dieses Phänomens im wirklichen Leben. In den folgenden Kapiteln betrachten wir uns dann, was in unserem Kopf und Bauch vorgeht, wenn wir aufschieben, und welchen Preis wir dafür bezahlen.

Die Forschung, die ich Ihnen hier vorstelle, hält allerdings immer auch einen Lichtblick bereit: In den Ursachen der Aufschieberitis ist immer auch schon ihr Gegenmittel enthalten. Deshalb zeige ich im letzten Teil des Buchs, wie Sie als Chef, Lehrer, Elternteil und vor allem als Mensch sich selbst und andere motivieren können, um die Aufschieberei in den Griff zu bekommen. Im letzten Kapitel zeige ich Ihnen schließlich, welche Techniken Sie für sich selbst umsetzen können. Die Methoden sind wissenschaftlich erprobt, haben keine Risiken und Nebenwirkungen und wirken schon in geringer Dosierung.