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Martin Clauß ist Schriftsteller und Japanisch-Dozent. Er studierte Japanologie und Anglistik in Tübingen und Tôkyô und unterrichtet an der VHS Esslingen und in der Wirtschaft. Alleine oder gemeinsam mit seiner Frau Maho schreibt er Japanisch-Lehrbücher, phantastische Romane und Kurzgeschichten.

Maho Watanabe-Clauß hat in Kyôto internationale Beziehungen studiert und lebt seit 2000 in Deutschland.

Buchveröffentlichungen Maho & Martin Clauß:

Das große Anime Lösungsbuch (2005, BoD)

Die Saat der Yôkai (2008, Ueberreuter)

Das Blut des Tako (2009, Ueberreuter)

Buchveröffentlichungen Martin Clauß:

Der Atem des Rippers (2008, Atlantis Verlag Guido Latz)

 

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek:

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

Copyright 2010 by Martin & Maho Clauß

www.martinclauss.com

www.japanisch-lernen.com

Umschlaggestaltung und Layout: Martin Clauß

Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-9744-8

Inhaltsverzeichnis

Die japanische Schrift

Das Prinzip von KANA MAGIC und KANJI MAGIC

Aussprache und Umschrift (Transkription)

Hiragana – was man wissen muss

Gleich geht’s los ...

a-Reihe Hiragana Image

a-Reihe Wörter

ka-Reihe Hiragana Image

ka-Reihe Wörter

sa-Reihe Hiragana Image

sa-Reihe Wörter

ta-Reihe Hiragana Image

ta-Reihe Wörter

na-Reihe Hiragana Image

na-Reihe Wörter

ha-Reihe Hiragana Image

ha-Reihe Wörter

ma-Reihe Hiragana Image

ma-Reihe Wörter

ya-Reihe Hiragana Image

ya-Reihe Wörter

ra-Reihe Hiragana Image

ra-Reihe Wörter

Die restlichen Hiragana Image

Die restlichen Hiragana – Wörter

ga-Reihe Hiragana Image

ga-Reihe Wörter

za-Reihe Hiragana Image

za-Reihe Wörter

da-Reihe Hiragana Image

da-Reihe Wörter

ba-Reihe Hiragana Image

ba-Reihe Wörter

pa-Reihe Hiragana Image

Die Magie des ya, yu, yo

Die Magie des kleinen tsu

Übungen zum kleinen ya, yu, yo und tsu

Schlussbemerkungen Hiragana

1. Gruppe Katakana Image

1. Gruppe Katakana Wörter

2. Gruppe Katakana Image

2. Gruppe Katakana Wörter

3. Gruppe Katakana Image

3. Gruppe Katakana Wörter

4. Gruppe Katakana Image

4. Gruppe Katakana Wörter

5. Gruppe Katakana Image

5. Gruppe Katakana Wörter

6. Gruppe Katakana Image

6. Gruppe Katakana Wörter

7. Gruppe Katakana Image

7. Gruppe Katakana Wörter

8. Gruppe Katakana Image

8. Gruppe Katakana Wörter

9. Gruppe Katakana Image

9. Gruppe Katakana Wörter

Sonderregeln

Sonderregeln Wörter

Abschlussübung Katakana

Liste aller Hiragana-Zeichen

Liste aller Katakana-Zeichen

Hiragana schreiben

Katakana schreiben

Schlussbemerkungen

Die japanische Schrift

Japan hat das komplizierteste Schriftsystem der Welt. Zwar verwenden die Chinesen insgesamt mehr Zeichen als die Japaner, trotzdem ist die japanische Schrift wahrscheinlich schwieriger zu erlernen. Das liegt unter Anderem daran, dass es drei verschiedene Schriftsysteme gibt, die nach bestimmten Regeln miteinander kombiniert werden.

Schriften miteinander zu mischen, das klingt verrückt, dabei ist es gar nicht so ungewöhnlich. Immerhin verwenden wir in den europäischen Sprachen auch zwei Schriftsysteme – Buchstaben und Zahlen.

Ein Beispielsatz: „Heute habe ich 83 Euro für drei Hemden ausgegeben.“

Zahlen schreibt man oft mit Ziffern: 83. Manchmal kann man sie aber auch mit Buchstaben schreiben: drei. Wann man Ziffern verwendet und wann Buchstaben, bestimmen die Regeln der Rechtschreibung. Manchmal darf man es sich auch aussuchen.

Ähnlich liegt der Fall im Japanischen. Es gibt drei verschiedene Schriften, nämlich eine Symbolschrift und zwei Silbenschriften. Die Symbolschrift nennt man Kanji, die beiden Silbenschriften heißen Hiragana und Katakana. Beide Silbenschriften zusammen bezeichnet man als Kana.

Hier einige Beispiele für Kanji: Image

Das sind Hiragana-Zeichen: Image

Und so sieht Katakana aus: Image

Kanji sind nichts anderes als die Schriftzeichen der Chinesen. Vor ca. 1500 Jahren kamen sie nach Japan und verbreiteten sich zunächst hauptsächlich am Kaiserhof und in den buddhistischen Tempeln. Die Japaner hatten davor keine eigene Schrift erfunden. Jedes Kanji-Zeichen hat eine eigene Bedeutung (manchmal leider auch mehrere).

Chinesische Schriftzeichen passen – o Wunder! – sehr gut zur chinesischen Sprache. „Wŏ hē chá“ heißt „Ich trinke Tee“. Drei unveränderliche Wörter, keine Endungen, das lässt sich perfekt mit drei Symbolzeichen wiedergeben:Image. Fertig!

Im Japanischen liegt die Sache etwas anders. „Ich trinke Tee“ heißt auf Japanisch „Watashi wa o-cha o nomu“, oder höflicher: „Watashi wa o-cha o nomimasu“. Die Sätze enthalten nicht nur die sinngebenden Wörter „watashi“ (ich), „o-cha“ (Tee) und „nomu“ (trinken) – sie enthalten auch Endungen (-mu, -mimasu) und Strukturwörter, die den Satz ordnen (wa, o). Eine solche Sprache alleine mit Symbolzeichen wiederzugeben, fällt schwer.

Hauptsächlich aus diesem Grund entwickelten Hofbeamte und Mönche, die ja viel schreiben und lesen mussten, Kurzformen von Kanji, die sie auch für Endungen und Strukturwörter verwendeten. Aus diesen Kurzformen entstanden im Laufe der Jahrhunderte die Silbenschriften Hiragana und Katakana.

KanaKanjiKana